Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Philosophie des Unbewussten. Spekulative Resultate nach inductiv-naturwissenschaftlicher Methode. Dritte beträchtlich vermehrte Auflage
Person:
Hartmann, Eduard von
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit39782/466/
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Abschnitt C. Capitel IV. 
einbeit von zwei benachbarten Staubgefässen noch unendlich viel 
dürftiger bestellt ? als mit der von Hirn und Ganglien im Men¬ 
schen. Eine genügend treue und starke Leitung wird immer nur 
zwischen ganz nahe aneinander liegenden Pflanzentheilen be¬ 
stehen können; ich möchte nicht behaupten, dass man von dem 
einheitlichen Bewusstsein einer Blüthe sprechen darf, vielleicht 
kaum von dem eines Staubfadens. Die Pflanze braucht aber 
auch eine solche Einheit des Bewusstseins nicht, wie das Thier; 
sie braucht keine Vergleiche anzustellen, und braucht nicht über 
ihre Handlungen zu reflectiren. Sie braucht sich nur den ein¬ 
zelnen Empfindungen hinzugeben, und dieselben als Motiv für 
die Eingriffe des Unbewussten auf sich wirken zu lassen, dann 
haben diese ihren Zweck erfüllt, und dies leisten Empfindungen 
mit getrenntem Bewusstsein ebenso gut, wie solche mit einheit¬ 
lichem.
        

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