Bauhaus-Universität Weimar

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aber ift bietteicpt urfprüngticp bie Sîebe nur berbtapter 
©efang? 
®ag ber ©efang ber SJtenfcpenftimme baS Maturfcpöne 
ber SDÏuftf, richtiger gejagt baS ißrototpp ber ättufif, ber 
üDtafjftab, Sanon, an bent alte ciftpetifcpen Sföerte ber mufifa* 
tifcpen ^erborbringuttgen gemeffeit merben, §og fiep burcp 
unfere Betrachtungen atS roter gaben; eS ift bamit aber noch 
feineSmegS ermiefen, bag ber mit bem 2Bort toerbunbene @e* 
fang, atfo bie Berbinbung Oon iOcufit unb ißoefie, bie @runb= 
tage ber SJlufif bitbe. 23aS ift beitn baS SBort? S)aS 2Bort 
ift nicptë StnbereS, atS ein fonbentioneïïeS Spmbot jur Be* 
jeicpnung eines fonfreten ©egenftaubeS ober eines abftraften 
Begriffes. Natürlich finb bie tonucntionclfcn gormetn für 
abftrafte Begriffe Diet jüngerer ^erfunft, atS bie für fontrete 
©egenftünbe. Befanntticf) finb biete SBorte fogenannte ono= 
matopoetifcpe Stacpbitbungen beS ©epörS* ober ©efict)tëeinbrncfS, 
ben bie burcp fie bejeicpneten ©ittge ober Phänomene macpen, 
j. B. Staffeln, knarren, pfeifen, Btitjen, glimmern u. f. m. 
Überhaupt aber bertiert fictj ber natürlich nicfjt mehr fontro= 
tierbare Urfprung ber Sprache in rope Slugerungen ber greube 
unb beS ScpmerjeS, beS BertangenS, StbfcpeuS, ßorneS, atfo 
überhaupt ber Stffefte unb jmar in bem Sinne ber etemem 
taren gaftoreu ber ÜRufif, mit betten mir unS ausführlicher 
befafjt haben. Dpne atten gmeifet 'baren biefe urfprüngtidjen 
Minderungen ebenfomoht ber MtuSgangSpuntt für bie (Snt= 
micfetung ber Sprache mie be§ ©efangeS; baS eigentliche 
SBort atS iotcpcS, atS Spmbot, nicht mepr atS gemeinber= 
ftanbticper bnrcp bie etementaren SStrfttngen ber Xonpöpem 
Deränbernng u. f. m. ttnS elementar erregenber ©efüpt£= 
auSbrucf, fonbern atS bereits bnrcp fonoentioneßcu ©ebraucp 
feftgeftettte gormet jur Bezeichnung eines 2)ingeS ober aucp
        

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