Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Untersuchungen über die Fortpflanzungsgeschwindigkeit der Reizung in der quergestreiften Muskelfaser
Person:
Aeby, Christoph
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit39759/15/
18 Methode der Untersuchung. 
zu bestimmen, mit der die Contractionswelle von dem Orte 
ihrer Entstehung nach entferntem Punkten hin fortschreitet. 
Dies ist das einfache Princip, worauf der in Fig. 1 Seite 17 
abgebildete Apparat beruht. Zwei vertikale Säulen (a, a‘) sind 
dazu bestimmt, seine einzelnen Theile zu stützen und zu befestigen. 
In etwas mehr als ihrer halben Höhe hegt ein Elfenbeintischchen (b), 
um seinen hintern Rand in horizontaler Richtung drehbar ver¬ 
mittelst einer an einem besondern Querbalken befestigten 
Schraube (c), auf deren oberes Ende das vordere Ende des Tisch¬ 
chens sich aufstützt; durch Drehen derselben wird es je nach 
Bediirfniss gehoben oder gesenkt. Das Tischchen gewährt 
eine feste, unnachgiebige Unterlage ; um dem Muskel jedoch 
bei seiner Verkürzung eine möglichst grosse Verschiebbarkeit 
zu erhalten, hegt er der Elfenbeinplatte nicht unmittelbar auf, 
sondern wird frei über zwei schmale Brücken (d, d‘) hinweg¬ 
gespannt. Diese lassen vermittelst einer einfachen Schrauben¬ 
vorrichtung sich höher oder tiefer stellen und sind in einem 
Schlitze iß) des erwähnten Tischchens so verschiebbar, dass sie 
in jeder beliebigen Entfernung voneinander fixirt werden können. 
An jedem Ende einer Brücke erhebt sich vertikal ein gabel¬ 
artiger Fortsatz, wovon der eine (Fig. 2 <5) fest, der andere da¬ 
gegen (y) mit Hilfe einer kleinen Hülse ver¬ 
stellbar ist, so dass der zwischen beiden 
befindliche und zur Aufnahme des Muskels 
(M) bestimmte Zwischenraum nach Bedürf¬ 
nis erweitert oder verengt werden kann. 
Der Eutzen dieser Vorrichtung besteht dar¬ 
in, dass der Muskel verhindert wird, sich 
flächenartig auszudehnen, und gezwungen, 
seine Fasern in vertikaler Richtung überein- 
ander zu lagern. Da der Hebel auf der 
obern Fläche des Muskels aufliegt., so kann 
nur die vertikale Verdickung auf ihn ein¬ 
wirken; ihre Grösse aber hängt ab von der Summe der über¬ 
einander stehenden Fasern, und somit muss jedes Mittel, das
        

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