Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Grundlagen der Musik: Einführung in ihre mathematisch-physikalischen und physiologisch-psychologishen Bedingungen
Person:
Peters, Illo
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit39736/23/
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A. Grundlagen des Tonsystems 
die chromatische Skala erst einen Halbton, dann noch einen 
Halb ton und zuletzt einen if-Tonschritt, also: 
A H c cis e f fis a h c' cis' e' f' fis' a', 
die enharmonische Skala aber zunächst zwei Vierteltöne und 
sodann einen Doppeltonschritt : 
A H H+ cee+f ahh+c'e' e+' f' a'. 
15. Die griechischen Tongeschlechter. Schreiben wir aus der diatoni¬ 
schen 15-Tonreihe von einem beliebigen Anfangstone an den Umfang 
einer Oktave heraus, so erhalten wir offenbar 7 verschiedene Anord¬ 
nungen der Halb- und Ganztonschritte: 
AHcdefga i|n|n 
Hcdefgah |n|ni 
cdefgahc' ii|mf usf. 
Diese Oktavausschnitte sind die Tongeschlechter oder modi der 
Griechen; äußerlich entsprechen sie der Verschiedenheit unseres 
Dur- und Mollgeschlechtes, indem auch c-dur und a-moll die gleichen 
Töne, nur von anderem Anfangspunkt aus genommen, benutzen. 
Innerlich haben sie nichts mit diesen gemein. 
Die 7 modi wurden mit folgenden Namen bezeichnet: 
A.....a hypodorisch e.....e' dorisch 
H.....h mixolydisch f.....f' hypolydisch 
c.....c' lydisch g.....g' hypophrygisch. 
d.....d' phrygisch 
16. Die griechischen Tonarten. Um die Benutzung der 7 verschie¬ 
denen modi mit der ihnen eigenen charakteristischen Färbung jeder 
Stimmlage und jedem Instrumente zu ermöglichen, wurden die obigen 
Oktavausschnitte auf alle beliebigen Tonstufen transponiert, oder 
was auf dasselbe hinausläuft, die dorische Grundskala der 15 Töne 
wurde unter Beibehaltung der Reihenfolge ihrer Ganz- und Halbtöne 
auf beliebigem Ausgangston, späterhin auch auf den chromatischen 
Zwischentönen, aufgebaut. Es entstanden so die verschiedenen Ton¬ 
arten, indem auf jeder Stufe eine hypodorische, lydische, phry- 
gische . . . Tonskala entstand: 
c dorisch: c des es f g as b c', nämlich: 
I I i i I i i 
f lydisch: f g a b c d e f', nämlich: 
i i i i i i I 
fis mixolydisch : fis g a h c d e fis', nämlich:
        

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