Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Grundlinien der Musik-Ästhetik: Wie hören wir Musik?
Person:
Riemann, Hugo
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit39734/6/
IV 
jette (!) üorfjer üereinbart merben ... $n tarent 
Spradjüermögen liegt ber §auptmert ber SJiufiï . . . 
iSiefeg Spracfjüermôgen ber Sone ift ein anbere§ al§ baô 
ber SBorte. ©§ ift unfefbftcinbiger itnb unbent-« 
lief)er (!) . . . üDie Unfefbftänbigfeit ber SOÏufi! ift ein 
SOÎaugef, ein Sprarîffeffier" (S. 51) ufw. Srebfdfntar 
forbert allen @rnfte§, baff man baranf auggeïjen muffe, 
affe ^nftrmnentalmufif gu beuten, „bie 3Iffeite an§ 
ben Gölten gu föfen unb ba§ ©erippe i()rer Gsntmicfehmg 
in SBorten gu geben", fSagl bebürfe e§ einer (ïfementar* 
fOiotiüfefjre, mefdje alle Smnfiguren auf ifjrett ütuôbrucïé 
gelait unterfucfjt. Bei biefer Sfuffteffung überfiept 
fregfdjmar gtueierfci: erftenS, bag bie StuêbrucMraft 
ber SDiufif nicf)t gefef)rt gu merben braucht nnb aucf) 
benen nirfjt gelefjrt merben faun, mefdfe für biefelbe 
niefjt üon Üîatur empfüngfid) finb; glu citent, bag, menu 
man üon ben fpegieffen SIuêbrucfêmerten üon $om= 
figuren, „SOÎotiben", reben miff, üor allem erft bie tier« 
fd)iebencn SJiögfidffeiten ber Slbgrengung biefer ÜDÎotiüe 
in§ îfuge gu faffen finb, tuefdje unter Itmftänben beu 
2fu§brucf§gef)alt in feilt ©egenteil ücrïefjren. Sfregfd)* 
mar felbft gibt (S. 62) einen frappanten Beleg, mie fe|r 
man in biefer 3iid)tung fefjfgefjcn fanu. S)a§ Spema 
ber 1. C-btu>$uge be§ mofjftemperierten ftHaüier§ I;at 
naef) ®rcgfcf)mar eine „energtfeffe" «Stimmung unb gmar 
megen be§ mieberfjoften Quartenmotiüê (!) unb megen 
be§ feefen (!) 9if)l)tf)nut§ 
fSie Ungefjeuerficfjfeit biefer Sfrt üou §ermeneutif 
bramf)e icf) Ijier niefjt auëfüijrlicf) bargutun (ein Quarten*
        

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