Bauhaus-Universität Weimar

Stirn mungs- 
fytnbolifche 
Einfühlung. 
Dreizehntes Kapitel. 
Die ästhetische Einfühlung der symbolischen Art. 
1. Die Beteiligung der symbolischen Empfindungen. 
1. Bisher habe ich immer nur die eigentliche Einfühlung ins 
Auge gefaßt und an ihr zugleich in die allgemeine Natur der Ein¬ 
fühlung Einficht zu gewinnen gefucht. Was nun die fymbolifche 
Einfühlung betrifft, fo braucht fie, info weit fie auf Vorftellungs- 
fymbolik (vgl. S. 152 f.) beruht, nicht befonders betrachtet zu werden. 
Es wird fich aus dem, was über die eigentliche Einfühlung gefagt 
wurde, in Verbindung mit dem jetzt über die Stimmungsfymbolik 
Auszuführenden leicht erfehen laffen, wie über die vorfteliungsfym- 
bolifche Einfühlung zu urteilen ift. Dagegen bedarf die ftimmungs- 
fymbolifche Einfühlung einer befonderen Erörterung, da in ihr die 
Natur der Einfühlung fich in eigenartiger und bedeutfamer Weife 
verfeinert und verwickelt zeigt. 
So haben wir uns alfo jetzt in die Fülle der ftimmungsfym- 
bolifchen Tatfachen zu vertiefen. Dabei wird es vor allem darauf 
ankommen, diejenigen Seiten hervorzuheben, durch die zu den ge- 
meinfamen Charakterzügen der äfthetifchen Einfühlung die im Sym- 
bolifchen liegenden Befonderheiten hinzutreten. 
In einem jeden fymbolifchen Einfühlungsvorgang hat man es 
mit einer doppelten Verfchmelzung zu tun: mit der finnlichen Wahr¬ 
nehmung verfchmilzt einmal die eigentliche Bedeutung des Wahr¬ 
genommenen, zugleich aber (und dies ift die Hauptfache) feine un- 
eigentliche Bedeutung. Mit der Verfchmelzung der eigentlichen 
Bedeutung brauche ich mich nicht zu befchäftigen. Hier liegt nichts 
Befonderes vor. Nach dem Vorausgegangenen verfteht es fich von 
felbft, daß die Vorftellung von der wirklichen Bedeutung des Gegen- 
ftandes mit deffen finnlicher Wahrnehmung verfchmilzt, und daß die
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.