Volltext: Die Sinne des Menschen in den wechselseitigen Beziehungen ihres psychischen und organischen Lebens. Ein Beitrag zur physiologischen Ästhetik

27 
berhalt ftch’ê mit ber Streetton be§ 9îaume§, in welker ber 
©egenganb norgegetlt wirb, benn bie Söahrnehmung bers 
felben ig unmittelbar mit ber ©enfation oerbunben. SSon 
ber räumlichen ©egalt ber Körper aber muffen mir gegen* 
theitë behaupten, bag biefelbe nidbt gleich ber Staumform 
überhaupt fchon oor ber augeren SBahrnehmung bem ©inne 
immanent fet>, fonbern vielmehr wahrenb beS 2Cnfchauen§ 
burch einen äufammengefe^ten 2Cct ber ©eele au§ bem fubs 
jectioen Staunte gebilbet unb in bie SBorgellung übertragen 
werbe, inbetn bie Steihe non ^h^tigfeiten, welche $ur 
©r^eugung ber räumlichen ©egalten in unferem SSorgels 
lunggfpgeme jufammenwirfen, geh burch pfpchologifche Sers 
glieberung enthüllen lagt, wie in ber ^weiten 2Cbhanblung 
heutiger erheben wirb* Sie £Belt unferer 2Cnfchauungen 
erigirt alfo ber SDtaterie unb ber allgemeinen gorm nach 
a priori im ©eige; ber organifche ©inbruef ig e§, melier 
bte ©innenergie unb burch fte bie Staumanfchauung übers 
haupt tn’g geben ruft, nicht fo aber bte befonberen formen 
beé> Staurng, benn biefe ftnb auêfd)ltegltcheê ©igenthum ber 
höheren ©inne* ©ine ben Staunwerhdltniffen ber Sbjecte 
entfprechenbe räumliche 2Cnorbnung ber ©inbruefe im Srgane 
ig bie äußerliche 35ebingung, unter ber, unb welcher anas 
log ber ©inn ftch bie gorrn fchafft, unb in ihr baS states 
rial ber SSorgellung, bie ©nergte ber garbe unb ber Steggenj, 
gleich kem ©toffe ber SSirflicbfeit gegaltet* Siefe 33ebtns 
gung trifft aber nur im ©eh* unb &agftnne oermoge ber 
©inrichtung ihrer Srgane $u, baher nur biefe ©inne SSors 
gelungen räumlicher ©egalten bilben. 
Siefen ©rorterungen jufolge tragen wir nun fein ^Bebens 
fen, bem Staunte unb ber Seit in gleichem SSerganbe mit bem 
©toffber©tnnenergteenobjectioeSftealitatjujufchreiben. Surch 
bie gornten wirb ber ©innanfd[)auung nicht mehr unb nicht
	        
Waiting...

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzerin, sehr geehrter Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.