Volltext: Die Sinne des Menschen in den wechselseitigen Beziehungen ihres psychischen und organischen Lebens. Ein Beitrag zur physiologischen Ästhetik

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Farben s ober ©efchma«ï§empfmbungen einpfchlagen. 3Cu5 
einer gorm entwickelt fid) eine gweite nur burd) £ülfe »on 
fßeranberungen, bei welken jene an fid) unoeranbert 
bieibt: fo wirb ein ÄreiS pr Äuget burch Stotation um 
feinen Surcptneffer. «Solche SSeranberungen können bem= 
nad) nur SBerânberungen âuperer S5ert;attniffe fepn, im 
gegebenen gatte, beê 3taumüert)altniffe§. Sie SKaterialien 
ber âupetn SSahrnebmung gelangen aber nur atè Öuati* 
taten pr 33orpettung, unb ein Uebergang einer Qualität 
in eine anbere ip nur unmittelbar ober burcp bie Swifdxn* 
glieber mittlerer £) u«litäfen, alfo überhaupt nur burd) SSers 
anberung ber gegebenen Qualität an unb fur fid) gebenfbar. 
^ierju gepört aber, bap bie p eerwanbetnbe garbe «.< oer« 
fcbvpinbe, unb bie gefoberte gerabep an ihre Stelle trete, 
welches ja fchon ein ©egebenfepn ber teueren, bie bod) erjl 
gefucht werben foil, oorauêfeht Mithin finb beibe SBege,. 
auf weldhen ba§ 2tnfd)auung§»ermögen pr Einbilbung neuer 
Staumformen gelangte, bei ber SSehanblung be§ Sinnma* 
teriglS unzugänglich, unb bie Unmöglichkeit, nie gehabte 
©efchmmfäempfinbungen ober nie gefehene garbenbilber ju 
probuciren, barf trolj beS »öttig gleichen IBerbältniffeS ber 
Sinnenergie unb ber 3iaumanfd>auung p ben wirklichen 
©egenpanben nicht ferner befremben. 
Sa nicht ba§ Spelle ober Sunfete überhaupt, fonbern 
jebe garbe mit ihrer befonberen -Jliiancirung in golge ber 
Einwirkung ihres ©egenpanbeS augenblicklich erfcheint, mit® 
hin ba§ Entpehen ber Empftnbung in jeber mögltd)en9Robi= 
fication be§ EoloritS burd) einen einfachen Seelenact oer* 
mittelt wirb, fo fd)liepen wir mit 9îed)t, bap nid)tbtop ber 
allgemeine 50îobu§ ber Sinneêreaction, fonbern fammtlidje 
in ihm enthaltenen inbiötbuetten Energicen bt§ in bie fein» 
pen Sifferenjen in ber Seele oorgebilbet finb. Seicht anberS
	        
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