Volltext: Die Sinne des Menschen in den wechselseitigen Beziehungen ihres psychischen und organischen Lebens. Ein Beitrag zur physiologischen Ästhetik

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©inwirfung cincê Äeufferlicben in ber ©eele auf gleiche 
SBeife borauê, aB in bem Vermögen, felbigeS räumlich 
unb seitlich anzufcbauen, fd)on bie gorm ber SSorffelïung 
gegeben fepn mufî. £)ie ©innenweit giebt nid>t ben ©toff, 
ber in bie ©mpftnbung umgefefff wirb, fonbern nur baê 
anregenbe ©aufaïmoment berfelben, gleichwie bie ftnnlicbe 
©mpfmbung bimuieberum bem in Otaum unb 3eit geffals 
tenben Vermögen zur Anregung bient £>bne biefe 2lnres 
gung würbe ftcb nie eine 2lnfcbauung bon Otaum unb Seit 
in um> btlben, bie gorm, bon allem ©toff getrennt, mürbe 
nie -$um SSewuftfepn Fommetv Fönnen, fo wenig aB bie 
Énergie ohne borhergegangeneê aufiereê ©inwiefern ©in 
SÄenfcb, ber bon ©eburt aller äußeren ©inne unb felbff 
be& ©efübB beraubt ware, würbe nie zur 2Cnf<hauung be3 
Otaumê unb räumlicher ©effalten gelangen unb ftcb übers 
baupt nicht beffer zur ©eometrie aB zur Malerei eignen» 
6ê tfï nicht möglich, unê irgenb eine ftnnliche £Uialis 
tat, felbff ©eruebê s unb ©effhmadêquaïitaten eingefcbloffen, 
außer aller räumlichen ober zeitlichen ^Beziehung borzuffellen, 
aber eben fo unmöglich iff e§, $aum unb Seit aB bloße 
gorm, bon aller Materie gefonbert, anzufchauen, ber Storni 
erfcheint, wenn wir ihn aB reineê Vacuum in um> barffellen 
wollen, bod) immer zum wenigffen licht ober bunfel, alfo 
unter bem SBilbe einer ©effcbBenergte» ©§ iff eben nicht 
nothwenbig, eine Qualität unter einer beffimmten raums 
li<hen §orm anzufcbauen, wie bieê auch bureb bie nieberen 
©inne nid)t gefchieht; bielmehr genügt ihre bloße ©rfebeis 
nung aB im 0taume borhanben ober ben S^aum forms 
ïoê erfüllenb, fo iff fd)on ba§ S5ilb einer überall gleicbförs 
mig berbreiteten garbe für un§ möglich: eben fo bebarf 
aud) ber $aum, um z^ innern ©rfd)einung zu gelangen, 
nicht einer befonberen gorm beè ßid^ten b. u einer beffimms 
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