Bauhaus-Universität Weimar

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Grundlegung. 
»Persönlichkeit«, dies »reale Ich«, dies einzelne empfindende, vor¬ 
stehende, fühlende usw. »Wesen«. 
Und mit jenem physischen Substrat, oder in ihm, muß etwas 
geschehen; dasselbe muß aus der Ruhe aufgestört sein, wenn das 
Auftreten der physischen Phänomene verständlich sein soll. So muß 
auch in der Seele etwas geschehen; es müssen psychische Vor¬ 
gänge, Erregungen, wenn man lieber will, »Erregungszustände« sta¬ 
tuiert werden, wenn die psychischen Phänomene verständlich werden 
sollen. Solche Erregungen sind die Erregungen durch die physio¬ 
logischen Reize, und die reproduktiven Erregungen. 
Dazu kommen dann noch als weitere realpsychische Faktoren 
die Gedächtnisspuren oder Gedächtnisdispositionen; und die realen 
Beziehungen zwischen den psychischen Vorgängen, insbesondere die 
Assoziationen. 
* Es besteht aber nicht ein weiter abliegender, sondern ein un¬ 
mittelbarerer Anlaß für den Gedanken eines dauernden Substrats 
bei den psychischen, als bei den physischen Erscheinungen. Ich 
finde mich, dies eine mit sich identische Ich, jetzt diesen, jetzt 
jenen Inhalt empfindend oder vorstellend. In dieser Bewußtseins¬ 
tatsache ist ein unmittelbarer Zusammenhang gegeben zwischen 
einem Etwas, das in allem Wechsel der Bewußtseinserlebnisse und, 
so müssen wir hinzufügen, in allen seinen eigenen Wandlungen 
eines und dasselbe bleibt, einerseits, und diesen wechselnden Er¬ 
scheinungen andererseits. Indem wir diesen unmittelbar gegebenen 
Zusammenhang verwandeln in einen Kausalzusammenhang, denken 
wir eo ipso in dem unmittelbar erlebten Ich und andererseits in seinem 
V 
wechselnden Empfinden oder Vorstellen ein Reales mit, oder be¬ 
trachten jenes und dieses als Erscheinung eines solchen. 
* Und das Reale nun, welches in jenem Ich erscheint, nennen 
wir, eben deswegen, das reale Ich; das Reale, das in diesem phäno¬ 
menalen Empfinden oder Vorstellen erscheint, eben deswegen, das 
reale Empfinden bzw. Vorstellen oder den realen Empfindungs- bzw. 
VorstellungsVorgang. Und wir müssen zunächst, d. h. solange nicht 
etwa weitere Erfahrung eine Korrektur fordert, jenes Ich denken als 
so sich selbst gleichbleibend oder so verharrend wie das phänome¬ 
nale Ich, diese Vorgänge als so wechselnd wie ihre Erscheinungen. 
* Und indem wir den phänomenalen Zusammenhang als Erscheinung
        

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