Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Ein Beitrag über die sogenannten Vergleichungen übermerklicher Empfindungsunterschiede [Teil 2]
Person:
Fröbes, Jos.
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit39696/32/
Ein Beitrag über die mgmmnntm Vergleichungen etc. 
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sogar faßt 4 mal näher als der unteren Grenzhelligkeit (A). .An. 
individuelle Eigentümlichkeiten zu denken, ist angesichts der 
nahen Übereinstimmung der verschiedenen, völlig unabhängig 
voneinander urteilenden Beobachter ganz unmöglich. Auch kann 
man nicht ein wenden, das merkwürdige Resultat beruhe auf der 
eigentümlichen Art des Urteilens, nämlich auf dem Urteilen nach 
Kohärenzgraden; denn bei Dr. Ach, der diese Beurteilungsart. 
vollständig aufgab, zeigt, sich jenes eigentümliche Resultat im 
stärksten Grad. Auch der Versuch versagt, 'unter Bezugnahme 
auf di© Kontrastwirkungen das Resultat dem geometrischen und 
arithmetischen Mittel näher zu bringen. Ich mais zu diesem. 
Zweck© den Helligkeitswert des Grundes und 'berechnete nach 
dem Gesetz von Ebbinghaus1 die sich daraus ergebenden Wert© 
der 3 Scheiben resp. die Grenzen dieser Werte. Es ergeben sich 
ao natürlich für di© einzelnen Scheiben ganz andere Werte als 
vorher. Vergleicht man aber das so umgerechnete Bm mit den 
gleichfalls umgerechneten Mitteln (% und ©), so ergeben 
sich die Abweichungen Ja und Jg von den beiden Mitteln in 
derselben Richtung und von derselben Gröfsenordnung (bei den 
höchsten Reizen sogar etwas gröfser) wie die direkt gefundenen. 
Um nun zu Positivem überzugehen, so ist, wenn man eich 
nur bm die vorliegenden Beobachtungen und protokollierten Aus¬ 
sagen halten will, als ein Erklärungsmoment hervorzuheben, daft 
C bei, den mittleren und höheren Intensitäten blendend hell 
schien und isoliert stand. Schon die oben erwähnte Bemerkung 
Schachts gehört hierher. „C(2300) ist blendend hell, viel heller, 
als A dunkel ist.w Das Isoliertstehen von C wird sehr gut 
charakterisiert durch die Worte: „eine gröftere Neigung, das 
mittlere (B) zum gedämpften Schwarz zu ziehen. Ist CB zu- 
sammengefafst worden, so wird dieser Eindruck der Zusammen¬ 
gehörigkeit durch einen Blick auf A sofort zerstört1Ähnliche 
Äufserungen von Nelson und Ach, sind bereits auf S. 373 f. an¬ 
geführt worden. Wie schon erwähnt, konnte Prof. Mülleb selbst 
bei der höchsten Lage keine der Helligkeiten als blendend be¬ 
zeichnen. Es scheint Mer ein Typusunterschied vorzuliegen, wie 
1 Ts^^äjik (in Asm» u. Spibo, Ergebnisse der Physiologie, II. Jahrg., 
II. Abteil., S. 752 fl.) findet, dafs betreffs der Gesetzmäßigkeit der Kontrast- 
erhellang (di© hier allein in. Frag© kommt) die Ergebnisse von Lehmann» 
Ebbinghaus, Hiss und Prbtqbi übereinstimmen..
        

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