Bauhaus-Universität Weimar

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Fritz Giese 
5. Anwendung auf Lähmungsprothesen. 
Die Übertragung desselben Gedankens auf Lähmungen er¬ 
wähnten wir oben bereits. Auch hier finden alle dieselben Prinzipien 
Anwendung, erinnern die Lähmungsprothesen vielfach unmittelbar 
an eigentliche Prothesen. Gelegentlich wird das gelähmte Glied 
auch amputiert, um dann erheblichere Nutz Wirkungen als vor der 
Lähmung — die arbeitlich meist stärker hindert als eine praktisch 
gestaltete Abtrennung des Gliedes — zu erzielen. Bei den Läh¬ 
mungen stören vor allem die Gefühlswahrnehmungen im Glied. 
(Kälte, Taubheit, Unempfindlichkeit gegenüber Außenreizen usw.) 
Big. 229. Bohrmaschine mit Blindem. 
Neben die eigentliche Lähmungsprothese treten dann noch 
sonstige Behelfsgeräte für Einarmige und Amputierte, die teil¬ 
weise am Arbeitsplatz — etwa durch Pedale, Halter usw. — die 
Einhand oder reine Prothesenarbeit unterstützen bzw. die Ver¬ 
richtungen des Alltags, ganz wie bei den Armlosen (die oben bei 
den Entwicklungsstörungen der Krüppel erwähnt sind) in an¬ 
gemessener Form durch Sondergebrauchsgegenstände ermöglichen. 
6. Blindenbeschäftigung im Betriebe. 
Bei allen Versuchen der Wiederertüchtigung von Beschädigten 
waren neben den unmittelbar Handgestörten die mittelbar Hand¬ 
geschädigten, die Blinden, von besonderem Interesse.
        

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