Bauhaus-Universität Weimar

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müfcte beim Ictugnen, ba£ fdjön im ftrertgen Sinne niä)t§> 
heilen batf, mag ben innern SäJtenfd^en gteid;gttltig, leer 
läjjt, baft Harmonie im äfthetifchen Sinn nnt biejenige 
heifett !ann, beten SBirïung ibeale £uft ift. ®a bennod; 
nad) allgemeinem £>erïommen ^Ser^ältniffe non färben otme 
©egenftänbe Harmonien genannt loerbeu, fo Hegt bie StfyaH 
fad)e nun nor, ba£ bag 3ßort Harmonie in gtoei fefm ner= 
fdnebenen Sebentnngen gebrannt loirb: in mathematifd^ 
îphbfitatifcher nnb in feetif^er, finntidugeiftiger, inhaltgnotter. 
Sftmt aber entfielt bie middige grage, ob fxc^ gloifchen bief en 
gmei fo nerfchiebenen Sitten non Harmonie bennod) eine S3e= 
gietmng, ein Sfta^ort finben taffe. Sie loirb gu befaßen fein; 
ber Rapport rnufi offenbar bann hefteten, bajg Harmonie im 
erften Sinn ein S3itb ber Harmonie im freiten Sinne loerbeu 
ïaitn. ®ie£ 33ilb ïann nnr ein fymbolif d)eg fein; bag ift 
bie „befonbere Seloanbtnijg", loetd;e iä) öfterg angebeutet: eg 
hanbett fid) non einer unloitttürlich fçmbolifirenben ^atigïeit 
ber ^antafie, bie an einer fpäteren Stelle augbrndlidf gu 
beleuchten ift. SHIein biefe Stuffaffuug, biefe finnbitbliche 
33e§ieb>ung auf bag SnhaltgnoHe loirb im 2lnftrauen ber garbe 
hoch nid)t erloadjen, mo fie getrennt, fonbern nnr loo fie 
mitloirfenb auftritt, b. h- itoctr abftract, ohne ©egenftanb, 
febod; alg Zfyeil eineg concreten ©angen, loie in ben gemalten 
genftern gothif^er Äirc^en, too geloifî aud) ohne bitbliche 
SDarftetlung bie burd)fid;tige ©luth einftimmiger Farben 
ftimmunggnoH auf bag ©emiith toirït. ®ie fymbotifche Se= 
beutung beg Sid^tg nnb ber garbe loirb fid) nod) loeiter er= 
fireden, nämlich auf ein gangeg loeiteg ©ebiet, loo biefelbert 
mit ©egenftänben fid) nerbinben, aber mit folgen, bie nicht
        

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