Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Rhythmisch-melodische Studien. Vorträge und Aufsätze
Person:
Sievers, Eduard
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit39643/137/
Zur älteren Judith. 
139 
ist in 5 d<^ay rinnt zu ergänzen und in 6 davvori dir | vori zu 
schreiben, weil sonst der erste Fuß zu dünn und dadurch melodisch 
verschoben wird. — 4. Ohne die im Text vorgeschlagene Umstellung 
fällt die Zeile völlig aus dem Typus von A heraus. 
4, 5. 6. Der überlieferte Text an wen di si burg eri jehin || odir 
an[i] tven si sich helphi mrsehin paßt rhythmisch und melodisch 
weder zu A noch zu B. Außerdem kommt mir der Gedanke, Holo¬ 
fernes habe sich gewundert, wer der Gott der Belagerten sei (denn 
das müßte V. 5 doch besagen), etwas befremdlich vor, zumal nach 
2, 6, wo er ausdrücklich durch du gotis lastir ausgezogen ist. Da 
nun auf unsere Strophe im Text sofort das interpolierte Glaubens¬ 
bekenntnis 4a folgt, so liegt es, meine ich, sehr nahe, anzunehmen, 
daß der Interpolator sich dafür den Weg> durch einen Zusatz in 4, 
5f. gebahnt habe. Danach habe ich an letzterer Stelle geändert. 
An dem Tempuswechsel virsahin : dinge wird man keinen Anstoß 
zu nehmen brauchen. 
5, 5. 7. Das unsich der Hs. geht auch nach meiner Auffassung 
der Rhythmik des Gedichtes nicht in den Vers. — In 5 wird die 
Betonung got | durch sini | güti durch Rhythmus und Melodie 
erfordert: ob uns got durch sini güti gäbe eine glatt aufstei- [208] 
gende Tonreihe, und der Vers verlöre seine Dreiteiligkeit. — 
8. Zweisilbiger Auftakt ist in A limai überliefert (2, 7. 3, 4. 4, 7. 
5, 5 [s. oben]. 6, 1. 2. 7, 3. 9, 2. 4. 10, 4. 12, 3), dreisilbiger nur 
hier und (viel leichter) in daz ich giniti 7, 7 (s. unten zur Stelle). 
Überdies ergibt in dirri j| büre | dingt swer so dir | wélli eine 
falsche Tonkurve, und eine für A ausgeschlossene viersilbige 
Senkung (vgl. Nr. 11 Fußnote). Darum habe ich einfaches hi für 
in dirri burc gesetzt. 
6, 2. Über wol<^iy hier und ähnliches im folgenden s. oben 
zu 1, 8. — b. sag
    

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.