Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Ästhetik. Psychologie des Schönen und der Kunst. Erster Teil: Grundlegung der Ästhetik
Person:
Lipps, Theodor
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit39642/341/
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Der Rhythmus. 
welchen die Erweiterung geschieht, Zusammenwirken. Dann 
ergibt sich das Schema x w •u _ ^ ^ ^ x:. 
Und endlich kann das erstere, in Arma virumque cano ge¬ 
gebene Schema des erweiterten Amphimacer sich potenzieren 
ZU j_ — v-'o' — wobei das - die Betonung 
mittlerer Stufe bezeichnet; das in der ersten Erweiterung des 
Choriambus gegebene zu und das 
in der kombinierten Erweiterung des Choriambus gegebene zu 
JL V-/' VwZ — ^ t»/ -- vj v — v^z J_ . Jedesmal repräsen¬ 
tiert diejenige Folge, in welcher ein mittlerer Höhepunkt sich 
tinüet, die in sich geschlossenere, diejenige, in welcher zwei 
mittlere Höhepunkte sich gegenüberstehen, die loser gefügte 
Einheit. 
Viertes Kapitel : Das einfache rhythmische Ganze. 
Allgemeine Struktur desselben. 
Da die einfachste rhythmische Bewegungseinheit der Am¬ 
phimacer ist, so scheint das einfachste rhythmische Ganze die 
Verbindung zweier solcher zu einem Ganzen. Ob sich daraus 
in Wahrheit ein fertiges Ganze ergibt, diese Frage wird uns 
später beschäftigen, immerhin können wir einstweilen die Ver¬ 
bindung zweier Amphimacer als einfachste Form des rhyth¬ 
mischen Ganzen betrachten. 
Doch lassen wir im folgenden zunächst völlig dahingestellt, 
welcher Art die elementaren rhythmischen Bewegungseinheiten 
sind, aus welchen das rhythmische Ganze sich zusammen¬ 
setzt. Es genügt vorerst, dais jedesmal zwei solche Einheiten 
dazu gehören. 
Wie nun geschieht die Verbindung derselben? Die Antwort 
kann nicht lauten: Indem sie zu einander hinzutreten. Dies 
ergäbe ein blolses Nebeneinander; keine Einheit, also kein
        

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