Bauhaus-Universität Weimar

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Zweites Kapitel. 
Eindruck von unserem eigenen Leibe, so dass der Hin 
weis auf die formale 
nügt. 
hier nicht recht 
ge 
Aber, wird nun vielleicht 
wir 
sehen 
doch an anderen Menschen die betreffenden formalen 
Züge. 
Das ist richtig ; wie kommen wir i edoch dazu 
y 
die Körperhaltung der Mitmenschen mit der 
Sicherheit mechanisch zu interpretieren, 
wo wir 
doch 
uns selbst gar nicht deutlich sehen? Es bleibt also 
die Schwierigkeit, dass die mechanische Interpretation 
körperlicher Formen durch den Hinweis auf die vor¬ 
handene optische Ähnlichkeit nicht ganz befriedigend 
erklärt werden kann, weil das eine Vergleiehungsglied 
dem Auge gar nicht oder doch nicht genügend ge¬ 
geben ist, um die mit 
zogene 
Ausdeutung 
Sicherheit voll- 
verständlich zu machen. 
ganz 
Man denke etwa an das Anklingen lebhafter Span- 
nungsempfind ungen bei dem Anblick eines stark seit- 
wärts gedrehten Kopfes. Unseren eigenen Kopf können 
wir in dieser Haltung nicht einmal im Spiegel sehen, 
wir müssten denn schon zwei Spiegel zu Hilfe nehmen, 
ein Mittel, das sicherlich nicht nötig ist, um jene Wir- 
kung hervorzubringen. Man müsste also in einem 
solchen Falle sagen: es ist nicht so sehr die direkt 
zweier optischer Daten, als viel¬ 
mehr das abstrakte Wissen von der Analogie der Vor- 
was das Verwachsen mit dem Eindruck der 
der Kopf¬ 
gänge , 
Spannungsempfindung erklärt. Der 
Wendung erinnert mich nicht aus 
an den Anblick meines 
Kopfes, 
seitwärts gewendeten 
sondern er ruft in mir den abstrakten G-e-
        

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