Bauhaus-Universität Weimar

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Erstes Kapitel. 
drängen oder mich mit mir selbst in Zwiespalt bringen 
j 
also auch innerlich unfrei machen könnte, ist durch 
diese überwältigende Wirkung des objektiven That- 
bestandes von vornherein niedergehalten oder zur Seite 
geschoben. Die Wirkung, die ich erfahre, konzentriert 
mich also, je stärker sie ist, um so ausschliesslicher 
auf den einen 
Es vermag die mit der objek 
tiven Nötigung hinsichtlich ihres Zieles und Inhaltes 
spontane Thätigkeit von vornherein frei, 
nämlich innerlich frei sich zu 
Verfolgen wir das eben Erwähnte in seinen 
Konsequenzen 
? 
so können wir allgemeiner sagen: im 
Spiel sind wir überhaupt aus dem realen Zweckleben 
völlig herausgehoben ; indem wir in die Welt des Spiels 
treten wir heraus aus der Alltagswelt des 
realen Lebens, wir befreien uns von ihm. Das ist 
schliesslich auch die feinste und tiefste Bedeutung 
der 
Erholungstheorie “ : nicht das 
» 
neuer 
Kräfbe, sondern das Freiwerden von dem Zwang und 
den Sorgen des gewöhnlichen Lebens. — Dasselbe gilt 
von dem ästhetischen G-enuss, und zwar in dem Sinne. 
dass hier jenes Freiwerden aus dem 
dumpfen 
Leben und aus der Angst des Irdischen erst seinen 
Höhepunkt erreicht. Weü beides, Spiel und ästhetischer 
sie auch in 
Genuss, Selbstzweck ist (vgl. 1.), 
dieser Schattierung des Freiheitsgefühles überein: sie 
erlösen von dem Alltagsleben und von dem Alltags-Ich. 
5. Dass die schöpferische Phantasie nicht nur 
in der künstlerischen Produktion, sondern auch im Spiel
        

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