Bauhaus-Universität Weimar

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Erstes Kapitel. 
nisse, die auch ohne ernstlichen Anlass zur Bethätigung 
drängen, als die wahren Ursachen des Spieles anzusehen 
sind. Die Freude am Spiel ist zum Teil auf die Befrie¬ 
digung solcher Bedürfnisse zurückzuführen. Man kann 
dabei zwischen einem 
Drang 
? 
sich unge 
hemmt zu bethätigen und den besonderen Arten, wie sich 
dieser Betätigungsdrang äussert, unterscheiden. Die 
sensorischen und motorischen Apparate, die höheren gei 
der Kampf-, Liebes- 
die sozialen Bedürfnisse — sie alle verlangen 
nach 
Beschäftigung oder Bethätigung 
und die Erfüllung dieses natürlichen Yerlangens findet 
) 
wo ernstliche Anlässe fehlen, im Spiele statt. 
Was nun den ästhetischen Genuss anlangt 
1 
so 
dürfen wir hier die Freude am Erlebnis überhaupt, 
die jenem Beschäftigungsdrang entsprechen würde, 
als allgemeinste Grundlage des Vergnügens voraus¬ 
setzen. Sie macht sich nicht selbständig geltend; am 
ehesten tritt sie noch sichtbar in dem sensorischen 
Bestandteil des ästhetischen Geniessens hervor 
der 
jener spielenden Bethätigung der Sinnesapparate pa 
rallel läuft 
als die Lust am 
Auf 
nehmen des sinnlich 
n 
j 
o Auge, was 
die Wimper hält!“ Ferner wird später zu zeigen sem, 
dass die ästhetische Sympathie, das innere Miterleben 
mit der 
des Nachahmungstriebes ver 
wandt ist. Und durch dieses innere Nachahmen wer 
den in weiten Gebieten des ästhetischen Geniessens 
die Freude an der Bewegung, der Kampfinstinkt, so¬ 
wie die sexuellen und sozialen Triebe in idealer Weise
        

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