Bauhaus-Universität Weimar

204 
Fünftes Kapitel. 
ein 
Stadium von innerer Nachahmung vor 
bereitet. 
Nehmen wir nun an, dass das 
diese bloss 
andeutende 
bei Inhalten 
zu schätzen lernt, weil sie 
die 
angenehm wirken und zu 
gleich überwiegend lustvolle reproduktive Faktoren 
hervorlocken, einen erfreulicheh G-esamtzustand des 
Bewusstseins mit sich bringt, der sich durch die Inten¬ 
sität des Erlebens vorteilhaft vor einem abstrakteren 
„ Miterleben u, 
s cheidet 
so 
wie wir es zuerst schilderten, unter 
ist der Konnex zwischen dem Nach 
ahmungstrieb und 
dem 
ästhetischen Gemessen ein 
leuchtend gemacht. Man hätte sich dann (vgl. o. S. 57) 
zu denken, dass wir überall, wo wir optische und 
akustische Formen von lustbringender sinnlicher oder 
reproduktiver Wirkung vor uns haben, zu 
position 
disponiert sind und dass wir dieser Dis- 
folgen, weil sie den Eindruck erhöht 
> 
weil wir die Form so mehr „realisieren“, als wenn 
dieses leibliche Mitmachen ausbleibt. 
Aber es muss noch ein weiterer Punkt erwähnt 
werden, den ich schon in den Spielen der Menschen 
(S. 422 f.) besprochen habe. Das innere Nachahmen 
beruht durchweg auf blossen Andeutungen imi¬ 
tatorischer Prozesse und muss darauf beschränkt sein. 
weil die 
sonst nicht auf die Wahr 
nehmung des Objekts konzentriert bleiben könnte. 
Insofern haben alle die Bewegungsimpulse, die im 
ästhetischen Genuss auftreten, den Charakter blosser 
Symbole. Ihre Symbolik ist aber damit noch nicht
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.