Bauhaus-Universität Weimar

Erstes Kapitel. 
* 
Der ästhetische Genuss als Spiel« 
Wenn man sich fragt, ob die ästhetischen Vor¬ 
gänge zu einem umfassenderen Gebiet psychischer Er- 
lebnisse in einem besonders nahen Verhältnisse stehen, 
oder sogar von einem solchen Gebiet umschlossen 
werden, so stösst man auf die Erscheinung des Spiels. 
Das Spiel ist ein den ästhetischen Phänomenen über¬ 
geordneter Begriff, und zwar gilt das von dem ästhe¬ 
tischen Gemessen in viel weiterem Masse als von der 
künstlerischen Produktion. Es soll damit nicht gesagt 
werden, dass der ästhetische Genuss vollständig und 
in jeder Hinsicht unter diesen Begriff falle, aber im 
grossen und ganzen dürfen wir ihn doch als ein Spiel 
betrachten - als das edelste Spiel, welches der Mensch 
kennt. — Die Berechtigung dieser stets von mir ver- 
tretenen Auffassung möchte ich nun in dem vorliegenden 
Kapitel deutlicher machen, indem ich die wichtigsten 
psychologischen Merkmale des Spieles anführe und zu 
zeigen suche, dass sie zugleich die wichtigsten psycho- 
logischen Merkmale des ästhetischen Genusses bilden. 
1. Eine kurze und zugleich verständliche Defi¬ 
nition des Spieles ist wohl nur dadurch zu erreichen,
        

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