Bauhaus-Universität Weimar

Die innere Nachahmung. 
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bericht“ (Arch. f. Syst. Philos. IV, S. 468 £). Im ge- 
man allerdings von einem 
Nacherleben. „Wir erleben, so sagen wir etwa, das Sich- 
Aufrichten der Säule, diese innere Thätigkeit, in uns 
nach. Auch dieser Ausdruck ist psychologisch unzu¬ 
treffend. Die Säule richtet sich in der That nicht auf. 
Sie wird erst zu einer sich aufnehtenden, indem wir 
unsere Thätigkeit des Sichaufrichtens, an die wir durch 
den Anblick der Säule gemahnt werden, in die Säule... 
,hinein verlegen1. Aber der Sprachgebrauch besteht 
einmal. Und sind wir im gemeinen Leben so ungenau, 
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warum am Ende sollte der Ästhetiker nicht noch un¬ 
genauer sein dürfen.“ 
Die Beantwortung der so entstandenen Bedenken 
erfordert eine vielleicht etwas umständlich erscheinende 
Überlegung. Zunächst müssen wir von der unbestreit¬ 
baren Thatsache ausgehen, dass zwischen dem Eindruck
        

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