Bauhaus-Universität Weimar

Das ästhetische Urteil. 
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Stadium psychischer 
siegreich überwunden 
zu haben. Trotz des gänzlich ansserästhetischen Ur¬ 
sprungs kann sie einen ästhetisch wirksamen Faktor 
bilden. sobald sie mit dem herrschenden 
der Anschauung zur Verwachsung gelangt. Dies gilt 
nun 
in beträchtlicherem Masse von 
den 
gröberen Formen des ästhetischen G-eniessens als von 
den feineren. Ein gutes 
dafür bilden die 
Urteile des Wiedererkennens, auf die ich in den 
„Spielen der Menschena verwiesen habe. „Unter den 
Besuchern eines berühmten Aussichtsberges besteht 
für neun Zehntel der hauptsächliche Genuss in dem 
Wieder erkennen der Bergspitzen, Ortschaften, Schlösser 
Das ist natürlich 
nicht so zu verstehen, als ob ein Teil der Schönheit 
etc., die das Panorama erschliesst.u 
hierin bestände, denn die Schönheit hat ihre Grund¬ 
lage schliesslich immer in den sinnlichen Faktoren 
Aber ästhetisch wirksamer können die geschauten For¬ 
men durch die logische 
allerdings wer 
den, indem die Freude über die gewonnene Erkenntnis 
mit dem Genuss des Anblicks verwächst. 
Etwas 
höher hinauf dringt die Freude an dem gelösten Rätsel 
die mit dem Betrachten eines allegorischen Kunst- 
? 
Werkes verknüpft ist. „Die Allegorie“, sagt Borne 
mann in seinem lehrreichen Vortrag über die Adle 
gone in Kunst, Wissenschaft und Kirche (1899) 
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ist 
wie ein leichtes Rätsel. Zunächst nur 
verständlich, ist sie eine Probe, 
ob man auch hinter einem Schleier die Wahrheit zu 
für die 
entdecken vermag; es hat einen gewissen Reiz 
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