Bauhaus-Universität Weimar

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Drittes K&piteL 
G attnngs massigen zu unterscheiden. Wenn Rietschel 
Schiller und Goethe so darstellt, dass Goethe den Lor¬ 
beerkranz mit ruhiger Sicherheit hält, wie ein mühe¬ 
los errungenes Göttergeschenk, während Schiller ihn 
mit einer energischeren Gebärde ergreift, so weist 
hier die Einzelbewegung symbolisch auf die Indivi- 
dualbegriffe hin. die wir uns von den beiden Dichtem 
gebüdet haben. Würde man dagegen in denselben 
Gebärden auch eine 
sprochenen allgemeinen 
auf jenen früher be- 
von harmonischen 
und Kampfnaturen sehen wollen, so hätte man damit 
eine auf das Gattungsmäßige gehende Symbolik vor 
sich. 
Das am häufigsten 
für die 
letztere Form ist Faust als Repräsentant des streben 
den 
Ich glanbe nun, dass sich bei solchen symbolischen 
oft Bewusstseinszustände einstellen 
j 
die 
man weder als reine Verwachsungen noch als blosse 
associative Verknüpfungen bezeichnen kann, weil die 
bewegliche Psyche sich bald diesem, bald jenem Sta¬ 
dium annähert, so dass sich das Hin und Her zwischen 
Association und Verwachsung, das wir beim poetischen 
Vergleich mit einiger Sicherheit feststellten, zu schnell 
und 
abspielt, um in der Selbstbeobach¬ 
tung eingefangen werden zu können. Man denke etwa 
an Z o 1 a s grossartige Schilderung des führerlosen, nach 
Westen rasenden 
auf den 
» 
im 
durch die symbolisch 
Krieg hinge¬ 
wiesen wird. Da kann man wohl theoretisch sondern 
zwischen der Erkenntnis der 
den damit
        

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