Bauhaus-Universität Weimar

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Der Vorstellungsgehalt. 
Ich müfste also, um Fechners Ansicht mit der meinigen 
in Uebereinstimmung zu bringen, vor allem folgende Aen- 
derung eintreten lassen. Statt den ästhetischen Vorstellungs¬ 
gehalt in einen directen und einen associativen einzutheilen, 
müfste ich sagen: aller Gehalt ist associativ entstanden; 
innerhalb dieser associativen Thätigkeit läfst sich aber die 
Association mit Vorstellungen gleicher Art und die mit 
Vorstellungen verschiedener Art unterscheiden. Doch es ist 
leicht einzusehen, dafs diese Unterscheidung zu schwankend 
und unbestimmt wäre. Wenn die Verschiedenartigkeit nur auf 
eine andere Species hindeuten soll, so ist damit so gut wie 
nichts gesagt;. soll sie dagegen ein völliges Anderssein be¬ 
zeichnen, das gar nicht mit dem gegebenen Gegenstand zu¬ 
sammenhängt, so wäre damit das Bereich der Associationen 
und daher auch das des Gehaltes überhaupt überschritten. 
Es scheint mir daher, dafs mit „Verschiedenartigkeit“ und 
„Gleichartigkeit“ der Associationen nur zwei Grenzpunkte 
des Gehaltes angegeben sind, dafs also der Gehalt nicht 
entweder von völlig gleicher oder von absolut verschiedener 
Art zu sein braucht, sondern vielmehr das ganze Gebiet 
ausfüllt, welches durch die Ausdrücke Gleichartigkeit und 
Verschiedenartigkeit blofs umschrieben wird. Der Vorstel¬ 
lungsgehalt wird sich in Folge dessen so ordnen lassen, dafs 
man von der einen Grenze, wo Association und Gegenstand 
nur lose und zufällig zusammengefügt sind, zu einer immer 
näheren Beziehung beider fortschreiten kann. Eine 
derartige Anordnung wird für den ästhetischen Gehalt 
offenbar auch eine aufsteigende Linie ästhetischer Wert he
        

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