Bauhaus-Universität Weimar

Wärme* 537 
wisch. Leipzig, 1807) auf 40°,6 — 44% und zwar ist dabei 
nac Reifs (Utfeland, Journ. der prach Heilk, Supplement 
zu Jahrg. 1822) die Haut oft um 1°,4 wärmer als die Zunge. 
In typhösen Fiebern beobachtete Currie in gewöhnlichen Fäl- 
len 38°}3 39°,4, selten bis 40o,G, einmal 41°,7, Froelich 
(iJuJeland, Journ* der pract. Heilk. Supplement zu Jahrgang 
1822) in sporadischen 39°,4, in contagiösen bis 40°,5; viel 
höher steigt die Wärme in den schweren Typhen der Tro¬ 
penländer, nach Chisholm zu Demerary in den Anfällen der 
Febns flava remittens in den Exacerbationen auf 30 — 44°, 
während sie in den Remissionen auf 34° sinkt. In den ge- 
wohnlichen einheimischen Wechseifiebern fand Gierse sowohl 
im Frost-, wie im Hitzesladium eine Steigerung bis 41°. Für 
die Kinderkrankheiten giebt Roger (Comptes rendus de l’Acad» 
de Paris. 1843. p. 1355) nach einer ausgedehnten Reihe von 
Messungen die Regel, dafs Fieber vorhanden sei, wo die 
1 emperatur über 38° steige, Den höchsten Stand erreicht 
da3 Thermometer hier in typhösen Fiebern, 42ü, demnächst 
in Pneumonie und Meningitis, Uebrigens soll die Warmezu- 
nahme nicht immer der Pulsfrequenz entsprechend sein. 
Diese Steigerung der Temperatur in Fiebern kann nach den 
Beobachtungen von Currie, Rétifs, Froelich, Ralf mann u. 
flit m, durch kalte Uebergiefsungen meist schnell und we¬ 
nigstens für mehrere Stunden entfernt werden, wobei zugleich 
die übrigen Fiebersymplome schwächer werden, und die Höhe 
der Steigerung giebt nach diesen Aerzten zugleich die ratio¬ 
nelle Indication lür die Anwendung des kalten Wassers in 
acuten Krankheiten, 
Bei den Entzündungen, wo an der leidenden Stelle die 
Empfindung der Wärme so sehr gesteigert ist, fehlt die ob¬ 
jective Steigerung oft ganz, oder ist wenigstens meisten theils 
sehr gering. Als die sorgfältigsten und sichersten Beobach¬ 
tungen sind hierfür die von Gierse zu nennen. Derselbe 
fand; 1) dafs die durch Senfteige erregte Hautentzündung 
keine Steigerung der Temperatur bewirke; 2) bei einem Ery¬ 
thema marginale an Schulter und Rücken und bei Phlegmone 
cruris ex perioslilide eine solche von 0°,4 — 0°,7; doch er¬ 
langte das Thermometer an den entzündeten Theilen viel 
schneller seinen höchsten Standpunkt, als an den gleichnami¬ 
gen gesunden; 3) bei einer durch Sublimaleinspritzungen er-
        

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