Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Der elektromagnetische Telegraph in den einzelnen Stadien seiner Entwicklung und in seiner gegenwärtigen Ausbildung und Anwendung nebst einer Einleitung über die optische und akustische Telegraphie und einem Anhange über die elektrischen Uhren
Person:
Schellen, H.
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit39609/98/
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dritter 9tbfdj)nitt. glitte SlMbetluttg. 
33et ber Vtlbung einer Schrift bittet biefe 3eid)en, werben bie S3ucfy; 
jîaben bureb eine fletne $aufe in ber 2lufeinanberfolge ber Strome ge= 
trennt; eine etwa zweimal längere $aufe trennt bie einzelnen Süßörter non 
einanber. 
$öenn auf ber Telegrapbenlinie mehrere 3wifd)enjîationen gewunfebt 
werben, fo f)at man nur an biefen einzelnen Stellen einen 3J?uttipli- 
cator mit ben befebriebenen geid^engebern in ben Seitungêbrabt ein$ufcbat= 
ten; eê werben bann an allen Stationen bie Nachrichten jugletd) anlangen 
unb gefebrieben. 
2(uê biefen Vorrichtungen bejïebt ber jwtfcben ber f. Tlfabemie $u 
Lunchen unb ber Sternwarte $u Vogenbaufen non Steinbeil auêge* 
führte Telegraph/ beffen Seitungêbrabt (bin unb $urucf) über bie Sturme 
ber Stabt gefpannt ijt, unb eine Sange non 30500 parifer gufj bat; baê 
(Sewicbt beffelben betragt 210 ^funb. Ein anberer 6000 gug langer Ei= 
fenbrabt nerbinbet bie Wohnung St ein heil’3 in ber Sercbenjïrage mit 
ber 2lfabemie unb ber Sternwarte, unb ein britter Tb^l beê Seitungê* 
brabteê (ein 1000 gug langer, bunner ^upferbrabt) fuhrt im Innern ber 
2lfabemie in bem pbpftfalifeben Kabinette. 3n biefen brei Seitungen ftnb 
bie Stromerreger unb bie Seicbengeber eingefcbaltet, unb fie fönnen bureb 
eine eigene Srebfcbeibe beliebig in einer gefcbloffenen Sinie mit einanber 
nerbunben werben. 
42. Steinbeil’* ©tttbecfuttö, bte (£rbe als Settling für 
ben Qaltmtttfdtett Strom $n bcmtfcetu — Schon ©au g f)atte ben 
©ebanfen, bag eê nielleicbt möglich wäre, bie beiben ©leife einer Eifern 
bahn als Seitung für ben gatoanifeben Telegraphen $u benu^en. Steine 
heil 42) flellte baruber im Sommer 1838 Verfuge an auf ber Nurn* 
berg^gurtber Eifenbabn. Obgleich alle Verûbrung ber Seitungêbrdbte 
mit ben SWauern ber ©ebdube permieben war, unb bie Scbienenjïuble 
bureb jwifcbengelegte getbeerte giljlappen Pom Voben getrennt waren, 
jeigten ftcb bie Schienen feineêwegê nom Voben ifolirt, unb fein 3nbuc^ 
tionêfïrom wirfte über 30 Scbienentdngen bi^auê. Um ju perfueben, 
ob bei forgfdltigem Vau neuer Vatynen eine auêreicbenbe Sfolirung er¬ 
reicht werben fönne, ließ er eine fleine sprobeftreefe neu auêfubren. Eê 
geigte ftcb bureb SWeffung ber Stromfldrfe fogleicb, bag eê burebauê um 
möglich fei, bte Stuhle fo polljtdnbig pom Voben ju ifoliren, bag nicht 
auf eine bebeutenbe Entfernung, wo piele Taufenbe folcber Verubrungê= 
punfte porfommen, ein ju erheblicher Verluft an StromjHrfe (lattftnben 
werbe.
        

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