Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Der elektromagnetische Telegraph in den einzelnen Stadien seiner Entwicklung und in seiner gegenwärtigen Ausbildung und Anwendung nebst einer Einleitung über die optische und akustische Telegraphie und einem Anhange über die elektrischen Uhren
Person:
Schellen, H.
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit39609/327/
(Einfluß ber atmofptyäufd)en (Eîcftricitât, inöbefonbete ber ©emitter k. 313 
gefprengt, treibe jeboch an feiner Stange tiefer Verabreichten, alSetwa4gujî 
fiber ber Erbe; baher bie ^>fat)(e unten t>oIIig unbefd>abigt geblieben wa* 
ren. Die Spdhne waren ganz jerfafert, gefpriegelt, nermuthlich weil bas 
fchlichtfpdhnige gtclflenholz beim fpiralenDurchgang ber Eleftricitdt fo t>iel 
als möglich bem Spahne nad) auSrif. 
Die nach beiben Dichtungen hin ber Drahtleitung folgenbe EleftrU 
citât dufierte ftch auf ber ganzen Strecfe non Sraunfchweig bis Sechelbe 
(2 SDeilen) auf bie heftigße SÖBeife, namentlich in ben gefchloffenen Sahn* 
wdrterhdufern, burch welche bie Leitung mit ©uttapercha ifolirt geführt 
iß, um fpdter transportable Telegraphen einfchalten zu fonnen. Sn bem 
ndchflen Sahnwarterhaufe ftur^ten bie ßeute betäubt zu Soben, ber eine 
Sahnwdrter befam gefchwollene Seine unb nerfpfirte noch einige Tage 
nachher ben befannten fchrinnenbenSchmerz in ben gufifohlen. Sn einem 
etwa 5600 gu£ nom Sruch beS Drahtes entfernten Sahnwarterhaufe 
war ein Theil ber eleftrifchen ßabung nom Drahte ab an ber 2Banb nach 
einer aufrecht ßehenben eifernen $arfe (Dechen) gefahren, am eifernen 
Salfen berfelben bis zum lebten 3af)n unb non ba ab an ber SBanb nach 
ber Erbe gegangen, welcher Sßeg an bem fingerbreit auSgefchlagenen £ehm^ 
pufc genau zu erfennen war. Sn ben entfernteren Sahnwdrterhaufern 
famen bie 2eute mit bem Schrecf banon, auch nerlor ftch bie SBirfung et* 
was mit ber Entfernung; in allen ^duschen wollen aber bie Seute einen 
faß erßicfenben Schwefelbunß nerfpfirt haben. 
Der Telegraphiß in Sechelbe, beffen Apparat mit einem S3lifcableiter 
nach gtg. 156 nerfehen iß, nahm fchon wdhrenb beS $erannaf)enS beS 
Wg. 156. ©ewitterS baS Ueberfprtn- 
gen ber gunfen non A 
auf B wahr unb legte, zur 
gänzlichen Sicherung beS 
Telegraphen, als Heber* 
leitung einen ziemlich ßar* 
fen ßahlernen Pfriem auf 
beibe dtupferßficfe. 211S 
bie hefttge Entlabung er* 
folgte, erfchien ber Pfriem 
in geuer gehüllt unb fanb 
ftch berfelbe nachher an 
beiben fpifcen Enben mit runblichen Änopfen non gefchmoljenem Stahl 
nerfehen, wonon nur eine ganz kleine ©teile blau angelaufen erfchien. 
Der Telegraphenapparat felbß hat nicht ben minbeßen Schaben erlitten. 
Snt Telegraphen*Sureau zu Sraunfchweig würbe baS Ueberfpringen 
ber gunfen zwifchen ben Spifcen gleichfalls fchon früh bemerft, unb als
        

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