Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Der elektromagnetische Telegraph in den einzelnen Stadien seiner Entwicklung und in seiner gegenwärtigen Ausbildung und Anwendung nebst einer Einleitung über die optische und akustische Telegraphie und einem Anhange über die elektrischen Uhren
Person:
Schellen, H.
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit39609/292/
278 fünfter Slbfcbmtt. 
9îebenfchliegungen ijï unb bag in gemiffen galten, menn ber £eitungSmi* 
berfïanb in ben 97ebenfchliegungen fei)r flein ifï im Serhdltniffe ju bem 
SBiberjïanbe ber übrigen ganzen Leitung, in A gar fein 0trom mehr be* 
merfbar fein mirb. 
96. 3fplivcn bcr Seitun^* hieraus folgt, bag, mie auch im 
Uebrigen bie Drahtleitung befc^affen fein mag, bei ber Anlage berfelben 
t)or$ugSmeife bafur geforgt fein mug, bag bie einzelnen Steile berfelben 
allenthalben gehörig ifolirt ftnb. DaS Sfoliren ifi um fo fchmieriger, 
je mehr etnjelne .©ra^tjuge bie Ztitimg enthalt; bie Sefeitigung aller 
97ebenfchliegungen ijï felbft bei ^mei drahten ober bei einem Drahte unb 
ber ©rbe, als Oîucfleitung, nicht §u erreichen. 97ur einige Seifpiele mö¬ 
gen als SemeiS angeführt merben, melche Soften unb Sttühen baS 3foliren 
mehrerer Drahte t>on je her gemacht hat. 
SWorfe ummicfelte bie Drahte feinet erfïen Telegraphen einzeln mit 
Saummolle, ftrnigte biefelben jîarf, überzog fie nochmals mit einem ^aut* 
febufftrnig unb fchlog ffe in eine bleierne Oîohre ein; für 10 engl. Steilen 
reichte biefe Sfolirung bei einer fraftigen Satterie eben aus. 
Œoofe unb S3 halftone oerfahen bei ihrem 9?abel = Telegraphen 
bie Drahte ebenfalls mit tfautfchuMteber^ugen unb leiteten fte in, mit 
#<*r§ auSgegoffenen, eifernen bohren oon 1% Soll Durchmeffer G Soll 
hoch über bem Soben unb parallel mit ber gifenbahn fort. Die Gebern 
leitungen maren aber babei fo jïarf, bag S3f)ea tfton e fein 97abel=0pfïem 
aufgab, benn beim 0chltegen ber Satterie mürben alle fabeln abgelenft, 
auch bte, melche auger ber Slette lagen. 
Safobi fchlog bie Drahte in gldferne, über 5 gug lange unb % 
Soll meite unb ziemlich ftarfe, mit ^autfehuf oerbunbene Stohren ein unb 
leitete fte 21 Soll tief unter bem grbboben meg. 2ftie 4 Äupferbrdhte 
maren einzeln mit $>mvn uberfponnen, in einer beigen Sftifcbung t>on 
$ar$, S3ad)S unb Talg getaucht, bann abermals uberfponnen unb noch¬ 
mals mit biefer SWifchung überzogen. Dennoch geigte ftch herbei eine 
9?ebenfcbliegung, melche für bie fuqe gntfernung oon 90 gug bon ber 
Satterie fchon 6,6% 0tromt>erlujï berbeifûbrte. 
I 
97. Cuftlcittuig* 97ach 0teinheiTS grftnbung ber SRucf= 
leitung beS 0tromeS burch baS feuchte grbreich mirb nur ein einziger 
Draht als Leitung angemanbt unb biefer eine Draht 
a) entmeber auf Tragfdulen burch bie £uft auSge^ 
fpannt, ober 
b) gehörig ifolirt unter ber grbe meggeleitet. 
Die erjïe Drahtleitung burch bie Suft mit $mei parallel nebeneinan-
        

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