Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Der elektromagnetische Telegraph in den einzelnen Stadien seiner Entwicklung und in seiner gegenwärtigen Ausbildung und Anwendung nebst einer Einleitung über die optische und akustische Telegraphie und einem Anhange über die elektrischen Uhren
Person:
Schellen, H.
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit39609/28/
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fêrfter Slbfdjnitt. 
©t. Sulpice arbeitenben SWobellé. Sie 2fpe ober Spinbel, um tx>eldf>e 
ftch bie Scheibe breht, bie an einem titrer Enben befepigt ip, giebt einer 
gleichen, an ihrem anbern Enbe (iegenben unb eine auf ber entgegengefeg-- 
ten ©eite beé Thurmeé angebrachte Seffnung fchtiefenben Scheibe gleich* 
fallé eine Umbrehungébemegung. 3>nbem nun ber 2fufpaffer auf ber ei= 
nen Seite beé Thurmeé baé Signal ber nor ihm (iegenben Station nach* 
macht, bilbet er baburch baffelbe 3^tchen auf ber entgegengefegten Seite 
unb im 2fngepchte ber folgenben Station. 2fnpatt eineé einigen Signalé 
über bem Thurme, tt)ie bei ben norigen Telegraphen, hat man alfo $mei 
nollfommen ibentifehe Signale auf ben beiben entgegengefegten Seiten 
beé ^f>urmeê, unb eé fann bie Tranémiffton non einer Station $ur an* 
bern mie bei bem gewöhnlichen Telegraphen gefegehen. 
23ei biefemSppem ip ber gan$e ZWechaniémué im^nnern beé Thur* 
meé nor allem Unwetter gefcgûgt unb unter ber $anb beé SSachteré, wel* 
cher nicht hinweg^ugehen braucht, um Befähigungen auéjubeffern. 
Sftan benfe ftd> nun, baf bie weifen Streifen ber brei fehwarjen 
Scheiben nerglape Seffnungen würben unb baf bie weifen inneren 
Söanbe ber hammer par! beleuchtet waren, fo wirb man patt beé Tag* 
Telegraphen einen 9îacht*Telegraphen haben. Sa bie innere Beleuchtung 
non 2fufen nur burch biefeSeffnungenftchtbarip, foftnb bie weifen Strei¬ 
fen beé Tageé bei Zftacht erfegt burch erleuchtete Streifen, mitbenenman 
burch Srehung ber Scheiben biefelben Signale hernorbringt. Saé Bil* 
lalongue’fche Sppem würbe non ber Eommiffton ber2(£abemie geprüft 
unb ber Berfuch ftel günpig au£. 
Ser Tag*Telegraph würbe §u Perpignan auf eine Entfernung non 
8000 SWeter (über 1 Steile) erprobt; ein weif er Streifen non 1,3 SKeter 
Sange unb 0,2 5D?eter Breite, alfo fleiner als ein glügel beé S.happeV 
fchen Telegraphen, würbe mit einem nier$igmal nergrofernben gernrohre 
auf fchwar^em ©runbe ganj rein gefehen. Ser 9?ad)t*Telegraph würbe 
ju ^)arié verflicht ; bie beiben Stationen waren baé Sbfernatorium 
unb baé ungefähr 8000 Süfteter banon entfernte SKeub on. 2fn bem ge- 
fchloffenen genfer eineé £aufeé in Sfteubon hatte man eine längliche 
Seffnung non 0,2 5D?eter Breite unb 1,1 bié 1,2 SD?eter Sange ange* 
bracht, welche burch einen Streifen einer ^erbrochenen Seuchtthurmlinfe 
gefchloffen war; bei 93 (Zentimeter pellte man in ben Brennpunft eine 
gewöhnlich weif brennenbe Sampe. 
9?ad) einigen in mehr ober minber günpigen atmofpharifchen Ber* 
haltniffen norgenommenen Berfuchen, bei benen baé Sicht bem unbewaff* 
neten 2fuge immer ftd)tbar war, erfannte bie Sommiffton an: baf man 
bei einem linfenformigen Streifen non 3 bié 4 Eentimeter Breite mit 
einem nier^igmal nergrofernben gernrohre eine glanjenbe, befimmt be*
        

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