Bauhaus-Universität Weimar

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aus dem kupfernen Gehäuse H H, um welches ein umsponnener Kupfer¬ 
draht in vielen Windungen geschlagen ist, dessen Enden bei g g' zu sehen 
und mit den beiden Fortleitungsdrähten in Verbindung gebracht sind; 
diese Drahtwindungen zeigt Fig. 19 bei II. ln der obern Fläche des 
Gehäuses befindet sich eine cylindrische Oeffnung, durch welche der Stab K 
hindurchgeht, der mittels des Schlittens L L den Magnetstab M M trägt. 
Der Stab K trägt den verstellbaren Spiegel IV und hängt mittels des 
Drahtes O an der Schraube P P, welche an Trägern der Deckplatte Q 
befestigt ist. Der Spiegel N ist so gerichtet, dass sich an ihm ein Bild 
der Scala T darstellt, wenn man durch das Fernrohr R R in denselben 
sieht ; Fernrohr und Scala liegen unverrückbar auf dem Gestelle S auf. 
Sobald der Magnetstab sich ein wenig dreht, nöthigt er den mit ihm 
verbundenen Spiegel N, sich um denselben Winkel zu drehen, um wel¬ 
chen er sich selbst drehte'; dabei wird aber ein anderer Scalentheil der 
Scala T durch das Fernrohr gesehen werden, als früher, und es lässt 
sich somit leicht übersehen, dass eine nach Rechts oder Links gerichtete 
Zuckung des Magneten für den durch das Fernrohr sehenden Beobachter 
bewirken wird, dass er glaubt, die Scala bewege sich nach Links oder 
Rechts. Dies ist im Allgemeinen die Art der Beobachtung der telegra¬ 
phischen Zeichen, welche von der Beobachtung der Intensität des Erd¬ 
magnetismus und der Declinationsvariationen am GAUss’schen Magneto¬ 
meter entlehnt ist. 
Was nun die Einrichtung der einzelnen Theile anbelangt, um ihrem 
Zwecke gehörig entsprechen zu können, so zeigt sich zuerst, dass das 
kupferne Gehäuse H H mit seinen Drahtwindungen und Magnetstabe 
eigentlich ein im Grossen ausgeführter Multiplicator ist. Gauss empfiehlt 
vorzüglich deshalb das Gehäuse aus Kupfer zu fertigen, weil es so als 
D ä m p fe r wirkt ; es beruhigt nämlich den schwingenden Magtnetstab 
durch seine inductorlsche Wirkung. Sollen nämlich Zuckungen des Magnet¬ 
stabes deutlich wahrgenommen werden, so muss derselbe plötzlich nach 
einer Seite zu gehen, sogleich zurückkehren und selbst durch eine mehr¬ 
mals auf dieselbe Art wiederholte Bewegung nicht zu so grossen, länger 
andauernden Schwingungen veranlasst werden. Einestheils erreicht man 
dies dadurch, dass man die Inductorrolle schnell nach einander hebt und 
senkt, sodass zwischen Hebung und Senkung nur ein höchst geringer 
Bruchtheil einer Secunde liegt; dadurch wird nämlich der Magnetstab 
plötzlich etwa nach Rechts und augenblicklich eben so stark nach Links 
gestossen , wo der letztere Stoss die Bewegung sogleich aufhebt, welche 
in Folge des ersten, wenn er allein stattgefunden hätte, eingetreten wäre; 
das Gesammtresultat ist daher nur eine kleine Bewegung nach Links ;
        

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