Bauhaus-Universität Weimar

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Berührung mit tier untern Platte umzuschlagen. Die untere Platte ent¬ 
hält an jedem Ende vier Metallnäpfchen, die mit Quecksilber gefüllt sind, 
nämlich r, s, t, u auf der einen, v, w, x, y auf der andern Seite; von 
diesen stehen r und v, s u. w, t u. x, u u. y mit einander in metalli¬ 
scher Verbindung, dagegen v u. y mit den Drähten G u. G', welche 
von der Inductionsrolle E kommen, und s u. t mit den Drähten g u. g', 
welche nach den Multiplicatorwindungen 11 führen. Die obere Platte 
hat an ihrer untern Seite zwei Stiftreihen, welche den Quecksilbernäpf¬ 
chen entsprechen und beim Umschlagen der Platte in dieselben eintau- 
chen, nämlich am einen Ende die Stifte v', w', x’, y’, am andern Ende 
die Stifte r', s', t', u ; von diesen Stiften stehen v' u. w', x' u. /, 
r' u. f, s' u. u' mit einander in metallischer Verbindung. — Nimmt 
nun der Commutator die Stellung an, dass sich o und m am nächsten 
stehen, also v' in v, w' in w, x' in x und y in y taucht, so wird der 
von G kommende galvanische Strom durch v nach w und über s nach g 
übergehen und von g’ über t, x u. y nach G' zurückkehren, d. h. der 
auf der rechten Seite eintretende Strom geht auch rechts weiter. Sobald 
aber der Commutator nun so gewendet wird, dass sich n u. I am näch¬ 
sten stehen, so taucht r' in r, / in s, t in t und )( in u\ dann geht 
der von G kommende Strom über v nach r, von r' nach t, durch t nach g , 
und kehrt über g nach s, s' u. u durch u u. y nach G zurück, d. h. 
der rechts eintretende Strom gebt links weiter. Während also in dem 
Drahtstück von E bis zum Commutator immer ein und derselbe Strom 
erregt wird, kommt es auf die Stellung des Commutators an, wie der 
Strom weiter fortgeführt werden soll, ob er auf die eine oder entgegen¬ 
gesetzte Art den Magnetstab umkreisen, d. h. also auch, ob er den 
Magnetstab nach Rechts oder Links zum Ablenken bringen soll. 
Die Art, wie telegraphirt wird, lässt sich aus dem Vorhergehenden 
leicht entnehmen. Der Commutator, welcher sich ganz in der Nähe der 
Inductionsrolle befindet, wird gestellt, hierauf die Inductionsrolle schnell 
gehoben und gesenkt, dann, wenn es erforderlich ist, der Commutator 
gestellt und wieder gehoben und gesenkt, bis die Anzahl Schwankungen 
der Nadel erregt sind, durch welche ein Zeichen gebildet wird ; dann 
erfolgt eine kleine Pause, und das neue Zeichen wird eben so wie vorher 
gegeben. Beim Observationsapparate aber sieht der Beobachter ins Fern¬ 
rohr und schreibt die Art und Folge der Zuckungen der Magnetnadel 
auf. Um eine Contrôle dieses Aufschreibens zu haben, lassen sich eben 
so gut mehre Fernröhre nach demselbeu Spiegel richten, an denen 
Beobachter von einander unabhängig beobachten. Setzt man fest, dass 
fünf Zuckungen des Stabes einen Buchstaben bedeuten sollen, und be-
        

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