Bauhaus-Universität Weimar

491 
drehungsachse zu ziehen. Beim Aufschieben dieser Vorrichtung kann dem 
Spiegel, dessen Ebene irgend einen beliebigen Winkel mit der Richtung 
der ürahtwindungen I I macht, die ohngefähre Richtung gegen das 
Fernrohr gegeben werden, welche dann mit Hülfe der Schraube ff ge¬ 
nauer bestimmt wird. 
Die obere Befestigung des Drahtes O stellt Fig. ‘25 im grossem 
Maassstabe vor. Von der an der Decke befestigten Platte Q Q gehen 
die beiden Träger i u. k aus ; i ist mit einer Mutterschraube, k mit ei¬ 
nem cylindrischen Loche versehen. Durch beide Oelfnungeu geht die 
Schraube P P, in deren Gewinde der Draht O eingelegt ist, und welche, 
wenn sie nach der einen oder andern Richtung umgedreht wird, eine 
Verlängerung oder Verkürzung des Aufhängedrahtes bewirkt, ohne den 
Aufhängungspunkt zu verrücken, da sie sich selbst in der Mutterschraube i 
weiter fortschraubt. Die Mutter h dient zur Befestigung der Stellung 
der Schraube. Durch diese Aufhängung wird es möglich, dem Magnet¬ 
stabe M M innerhalb seines Gehäuses eine solche Lage zu geben, dass 
er gleich weit von den oberen und von den unteren Drahtwindungen ent¬ 
fernt ist, in welchem Falle er die grösste Gesammtwirkuug von beiden 
erfährt. 
Ueber das Fernrohr R und Gestell S ist durchaus weiter nichts zu 
erinnern, als dass es gar nicht erforderlich ist, dass die Richtungslinie 
des Fernrohrs parallel mit den Drahtwindungen liege. — Die Scala T 
muss so mit Zahlen versehen werden, dass dieselben im Spiegel als recht 
geschrieben erscheinen, wie dies die Abbildung der Scala Fig. 33 deut¬ 
lich macht. 
Ein vollkommen eingerichteter Observationsapparat mit 30pfündigem 
Magnetstabe, einer Drahtlänge von 30000 Fuss und kupfernem Gehäuse 
kann für 400—500 Thlr. hergestellt werden und fordert ein Local von 
etwa 30' Länge und geringer Breite. 
4) Der Commutator oder Gyrotrop nach Gauss’s Ein¬ 
richtung. 
Er ist in Fig. 28 von der Seite, in Fig. 29 von vorn und in Fig. 31 
von oben abgebildet ; Fig. 30 ist eine Ansicht der Deckplatte und Fig. 32 
eine Ansicht der Bodenplatte. Er besteht aus zwei Platten nicht leiten¬ 
den Holzes, von denen die Bodenplatte l wi mit den Trägern p p' ver¬ 
sehen ist, die oben Zapfenlager haben, in welchen die Deckplatte no 
mit Zäpfchen drehbar ruht; letztere trägt in ihrer Mitte das Ausschlag¬ 
gewicht q, welches verursacht, dass, wenn q nur ein wenig über die 
Mittellinie hinausbewegt wird, die obere Platte genöthigt wird, bis zur
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.