Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Resultate der neueren Forschungen über thierische Electricität
Person:
Helmholtz, H.
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit39599/16/
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auch scheint die Intensität der electromotorischen Kraft etwa eben so gross 
zu sein, wie in gleich grossen Muskeln, aber wegen der viel geringeren Di¬ 
mensionen dieser Gebilde ist der Strom, den sie im Multiplicator erregen, viel 
schwächer. Namentlich zur Erforschung der feineren Verhältnisse des Nerven- 
stroms hat denn auch du Bois den vorhin erwähnten Multiplicator von 24160 
Windungen an gewendet. 
Das Nervensystem bietet uns keinen natürlichen Querschnitt, alle seine 
natürlichen Oberflächen verhalten sich dem natürlichen Längsschnitt gleich. 
Die Centraltheile verhalten sich in ihrer electromotorischen Wirksamkeit ganz 
wie die Nervenstämme, wenn man ihre äussere Oberfläche als natürlichen 
Längsschnitt ansieht. Im Rückenmark, dessen Fasern meistens der Länge 
nach verlaufen, lässt sich die Wirkung von künstlichem Längs- und Quer¬ 
schnitt unterscheiden. Im Gehirn, wo die Faserungen sehr unregelmässig 
verflochten sind, ist ein solcher Unterschied nicht durchzuführen. Durch¬ 
schnitte verhalten sich hier gegen die Oberfläche immer wie künstliche Quer¬ 
schnitte zum Längsschnitt. 
(Schluss folgt im nächsten Hefte.)
        

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