Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Das Pianoforte in seinen akustischen Anlagen
Person:
Hansing, Siegfried
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit39581/69/
KombinatioEstöne. 
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Bei Figur 3 ist c die Prime und g die Quinte. Wir sehen, 
daß ebenso wie vordem die Oktave das Primenintervall halbierte, 
hier die Prime ein Quintenintervall halbiert. Um die Probe 
auf praktische Wege zu machen, wählen wir anstatt der beiden 
vorerwähnten Uhren zwei Metronome, wie solche als Taktgeber 
in der Musik Anwendung finden, und stellen bei ihnen die 
Pendel derart, daß bei dem zweiten Schlage des einen Pendels 
der dritte des andern zusammentrifft. Bei dem Zusammengange 
dieser beiden Pendel können wir beachten, wie sich zwischen 
je zwei längeren Zeitpausen der Schläge zwei kleinere von 
halb so langer Zeitdauer einfinden werden. Bei dem Zusammen¬ 
gehen der Prime und Quinte, wo aus den Stößen beider Töne 
ein ebensolches Verhältnis hervorgeht, ergibt sich aus dem 
halbierten Quintenintervall ein Kombinationston, dessen Höhe 
die Oktave des Quinttons ist. Dieser Ton fällt mit dem hier 
noch nicht besprochenen zweiten Oberton der Klaviersaite, aus 
der die Prime hervorgeht, und dem ersten Oberton einer Quint¬ 
saite zusammen. Außer dem hohen Kombinationston finden wir 
noch einen tiefeien vor, den ich im Anfänge dieses Kapitels 
als Differenzton erwähnt habe. Dieser Ton geht aus dem 
jedesmaligen Doppelstoß von Prime und Quinte hervor und ist, 
da das Intervall zwischen den Doppelstößen doppelt so groß 
ist wie ein Primintervall, die tiefere Oktave der Prime. Geben 
wir nun die Quart zur Prime an, so erhalten wir zwei hohe 
und einen tiefen Kombinationston. Die Quart verhält sich in 
ihren Stößen zu denen der Prime wie die Zahlen 4 : 3. 
Fig. 4. 
Wir erkennen aus den Zwischenräumen der Feilspitzen zu¬ 
nächst drei verschiedene Größen der Intervalle. Das größte 
Intervall ist das der Quarte, das zweitgrößte halbiert ein Prim¬ 
intervall; der Kombinationston, der aus diesem Intervall hervor¬ 
geht, ist die Oktave der Prime, das kleinste Intervall aber ist, 
da es viermal in einem Primintervall enthalten ist, die Doppel¬ 
oktave der Prime. Der tiefe Kombinationston, der aus den
        

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