Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Das Pianoforte in seinen akustischen Anlagen
Person:
Hansing, Siegfried
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit39581/240/
Anhang*. 
Jankö-Klaviatur. 
Unter den Fachleuten des Pianobaues ist es allgemein 
bekannt, daß Paul von Jankö vor ungefähr 30 Jahren eine 
neue Klaviatur erfand, die in verschiedener Hinsicht von 
eminenter Bedeutung ist. Von dem Gedanken ausgehend, die 
Handhabung der altgebräuchlichen Klaviatur zu vereinfachen, 
dabei gleichzeitig die Weitgriffigkeit zu erhöhen, sowie die 
technischen Schwierigkeiten des Spiels zu vereinfachen, dem 
musikalischen Geist aber reichere Entfaltung für die Klavier- 
Kompositionen zu gewähren, konstruierte Jankö seine neue, 
regelmäßig stufenweis übereinander liegende Halbton-Tastatur. 
Hierbei gelang es ihm, der Spannweite der Hand auf der 
Tastatur einen Tonumfang zu geben, der sich zur alten 
Klaviatur wie eine Sexte zur Oktave verhält. Aus rein 
technischen Gründen ging Jankö noch weiter, er legte drei 
Tastaturen seines Systems stufenweise übereinander und er¬ 
möglichte dadurch der Hand des Spielers eine ihrem Bau 
entsprechende naturgemäße Stellung. Die Vorteile, die diese 
neue Klaviatur bietet, werden wie folgt bekannt gegeben: 
1. in musikalischer Hinsicht (bedeutende Erweiterung des 
Tonmaterials) | 
2. in gesundheitlicher Hinsicht (anatomisch richtige Hand¬ 
stellung); 
3. in technischer Hinsicht (leichtere Erlernung; Vervoll¬ 
kommnung der Technik). 
Bei dem Jankö-Klavier bleibt, da nur die Klaviatur eine 
Änderung der gebräuchlichen gegenüber erfährt, die Konstruk¬ 
tionen der Mechanik unverändert, und die Klavierliteratur in 
ihrer bisherigen Notenschrift dieselbe.
        

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