Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Das Pianoforte in seinen akustischen Anlagen
Person:
Hansing, Siegfried
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit39581/207/
Entwurf einer Flügelskala. 
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nach der Berechnungsweise des Schwindens angegeben worden. 
Wir erkennen an den kleinen Winkellinien, die für die Schränkung 
des Eisenrahmens berechnet sind, wieviel das Schwinden des 
Eisens von unten nach oben und seitwärts beträgt, ferner, an 
welcher Stelle jeder Austragspunkt für das Schwinden des 
Eisens zu liegen kommt. 
Bei einem Flügeleisenrahmen haben wir zu beachten, daß 
die Eisenspreizen um 2 bis 3 mm dicker ausfallen, wie dieses 
in der Berechnungsweise begründet liegt, und was schon in dem 
Entwurf der Saitensk-ala zu berücksichtigen ist; es ist der Abstand 
des Stimmnagels von der Eisenspreize der hier in Betracht kommt. 
Es ist wohl keine Seltenheit, daß der Baum zwischen Stimm¬ 
nagel und Eis en spreize kaum ausreicht, um einen starken Stimm¬ 
hammer plazieren zu können, und wie oft ist der Stimmnagel 
an dieser Stelle von dem Einzwängen des Stimmhammers ver¬ 
bogen und an seinen scharfen Kanten abgenutzt. Kann es 
Gefahr bringen, wenn bei den drei mittelsten Eisenspreizen in 
einem Flügelrahmen auf ihr besonderes Dickenverhältnis nicht 
Rücksicht genommen wird, so hat man sich wohl zu hüten» 
hierfür einen unnütz großen Raum vorzusehen, denn er über¬ 
trägt sich auf den hinteren Teil der Klaviatur in ihrer Breite 
und folglich auch auf die Ausbiegung der Klavise, wodurch 
ein Nachteil in der Spielart des Instrumentes entsteht. 
Es ist für die Herstellung des Holzmodells eine Notwendig¬ 
keit, auf verschiedenen Stellen des Rahmens, wie in Fig. 38 
vorgezeichnet, einen Querschnitt in der Zeichnung darzustellen, 
damit der Arbeiter die genauen Formen und Höhen der 
einzelnen Teile des Rahmens bekommt. In Fig. 38 vertreten 
die punktierten Linien im Querschnitt des Rahmens die Ober¬ 
fläche des Brettes, auf dem das Holzmodell zusammengesetzt 
wird. Aus den punktierten Linien erkennen wir, welche Teile 
des Rahmens auf der Oberfläche des Brettes schweben und für 
welche Extra-Unterlagen auf dem Brette hergerichtet werden 
müssen. Die Höhen der Unterlagen ersieht man aus den 
punktierten Linien und der unteren Fläche des Rahmens, so 
z. B. die Unterlagen am Stimmstock, am Kranzstück, in 
welchen die Anhängestifte befestigt werden usw. Das Holz¬ 
modell wird zunächst in zwei Teilen hergestellt, der Stimm-
        

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