Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Das Pianoforte in seinen akustischen Anlagen
Person:
Hansing, Siegfried
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit39581/198/
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Das Pianoforte in seinen akustischen Anlagen. 
Spitze des Drahtes der Hammeraxe gegenübersteht. Die 
Hammeraxe muß in ihrer Höhenlage auf die Spitze des 
Drahtes gerichtet werden, d. h., die Mechanik muß, wenn die 
Hammeraxe die Spitze des Drahtes nicht innehat, dement¬ 
sprechend höher oder tiefer gerichtet werden. Stellen sich 
kleine Maßunterschiede bei diesem oder jene*m Instrumente 
z. B. in der Länge der Hammerköpfe oder der Höhe zwischen 
Spiellade und den Saiten usw. ein, so gleichen sich solche 
Differenzen durch die Höhe der Piloten aus, ohne daß hierbei 
die Mechanik einen ungleichen Stand in ihrer ordnungs¬ 
mäßigen Aufstellung erhält. Mit dem ersten Hammergliede im 
Baß wird ebenso wie im Diskant verfahren, und es können, 
nachdem die Klötzchen, auf denen die Eisenstützen zu stehen 
kommen, eingepaßt sind, auf den Klaviaturrahmen geleimt 
werden. Die weiteren Arbeiten an der Zusammensetzung der 
Mechanik werden nach allgemein bekannten Pegeln vorgenommen. 
Allgemeine Regeln. 
Die Länge des Hammerstiels beträgt von der Hammeraxe 
bis Mitte Hammerkopf 130 mm. 
Die Stirn des Hammerkopfes liegt, bei Ruhlage des Hammers, 
45—47 mm von den Saiten entfernt. 
Der Hammer schwebt in seiner Ruhelage mit dem Stiele 
5 mm über seinem Schutzpolster. 
Die Stoßzunge in der Öffnung des Repetierschenkels liegt, 
damit sie ohne Widerstand unter die Hammerrolle schlüpfen 
kann, an der Oberfläche des Repetierschenkels einen schwachen 
Millimeter tiefer. Die Regulierung wird durch die Schraube im 
Repetierschenkel vorgenommen. 
Die Stoßzunge kommt mit ihrer Hinterkante mit der des 
Holzkerns der Hammerrolle 1 mm weiter über den Kern hinaus 
zu stehen. Die Regulierung findet mit Hülfe der Schraube, die 
in der Stoßzunge ihren Halt hat, statt. 
Der Repetierschenkel wird durch die Abnickschraube, die 
ihren Stand in der Hammerkapsel hat, sobald bei der Steigung 
des Hammers die Stirn des Hammerkopfs 6 mm von den Saiten 
entfernt ist, festgehalten.
        

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