Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Das Pianoforte in seinen akustischen Anlagen
Person:
Hansing, Siegfried
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit39581/188/
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Das Pianoforte in seinen akustischen Anlagen. 
Bei den verschiedenen Repetierfedern in den Flügel¬ 
mechaniken ist auch die von der Firma J. Keller & Co., Stuttgart 
beachtenswert. Mit viel Geschick sind als Ersatz für die Längs¬ 
federn Spiralfedern vorgesehen, die ihre Aufgabe tadellos 
verrichten können, und bei denen auch eine sehr bequeme 
regulierbare Anordnung, wie aus vorhergehender Figur ersichtlich, 
vorgesehen worden ist. Die Keller-Mechaniken zählen gleich¬ 
falls zu den besten der Jetzzeit. 
In Fig. 30 finden wir eine Flügelmechanik, die in Punkten 
und Linien angelegt ist, wodurch sich leicht der Weg der 
Bewegung, den die verschiedenen Mechanikteile zu machen 
haben, verfolgen läßt. So können wir untersuchen, ob die Be¬ 
wegung der Glieder der Mechanik ohne Reibung vor sich gehen 
wird. In Fig 30 ist der Punkt b die Hammeraxe. Die Linie 
b—1 deutet die Lage des Hammerstiels in seiner Ruhelage an, 
und die Linie b—V die Lage, sobald der Hammerkopf mit den 
Saiten in Berührung kommt, mithin ist die Bogenlinie b—1’, 
die von dem Punkte b aus im Zirkelschlag gegeben ist, die 
Steighöhe des Hammerstiels, was gleichbedeutend mit der Steig¬ 
höhe des Hammerkopfes ist. Die senkrechte Linie a vertritt 
die Abnickschraube des Repetierschenkels. Bei dem Punkte c 
liegt der Angriffspunkt des Repetierschenkels unter der Hammer¬ 
rolle, und die senkrechten Linien c und c’ geben die Stellung 
der Hammerrolle zu den beiden Lagen des Hammerstiels an. 
Wollen wir untersuchen, ob eine Reibung unter der Hammer¬ 
rolle mit dem Repetierschenkel stattfinden kann, so stellen wir 
zu diesem Zwecke den Zirkel in Punkt b, nehmen die Länge 
b—c als Radius und verfolgen in dem Bogen c—c’ den Weg 
der Hammerrolle. Hierzu ist nun auch der Weg des Repetier¬ 
schenkels unter der Hammerwalze zu bestimmen, und da der 
Repetierschenkel in fester Verbindung mit dem Hebegliede i—e 
steht und keine Änderung in der Bewegung des Repetier¬ 
schenkels bis zur Abnickscliraube ein tritt, so müssen wir den 
Bogen der Bewegung des Repetierschenkels unter der Hammer¬ 
rolle, von c bis c’, von der Axe des Hebegliedes e aus bestimmen. 
Die beiden Bogenschnitte, die von entgegengesetzter Richtung 
gezogen sind, müssen sich, soll keine Reibung der Glieder statt¬ 
finden, von c bis c’ decken (siehe Fig. 32). Daß die Reibung unter der
        

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