Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Beitrag zur Beurteilung der Lehren Machs (Inaugural-Dissertation) [Reprint der Ausgabe Berlin 1908]
Person:
Musil, Robert
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit39540/90/
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Teile zerlegen, und jedem Glied der Reihe A ist ein Glied 
der Reihe B zugeordnet. Eine systematisch geordnete Ta¬ 
belle kann mm die Eebersieht erleichtern, das Gedächtnis 
unterstützen oder vertreten. Hier beginnt die quantitative 
Forschung, welche, wie man sieht, ein Spezialfall der 
qualitativen Untersuchung ist, der nur auf Tatsachen¬ 
reihen von einer besonderen Art der Verwandtschaft an¬ 
wendbar ist. Eine neue Erleichterung tritt ein, wenn die 
ganze Tabelle durch eine konipeudiöse Herstellungsregel 
ersetzt werden kann, wenn man z. B. sagen kann: Multi¬ 
pliziere den Temperaturüberschuß des abkühlenden 
Körpers mit dem Koeffizienten ;i, so erhältst du den Tem¬ 
peraturverlust g. ji per Minute.“1) „Es ist schon bemerkt 
worden, daß quantitative wissenschaftliche Aufstellungen 
als einfachere und zugleich umfassendere Spezialfalle 
qualitativer Aufstellungen anzusehen sind. Zink gibt in 
verdünnter Schwefelsäure eine farblose, Eisen eine blaß- 
blaugrüne, Kupfer eine blaue Lösung, Platin gar keine. 
Ist ein Glas in einem mit Manometer und Thermometer 
versehenen Gefäß eingeschlossen, so finde ich für ver¬ 
schiedene Thermometeranzeigen verschiedene Manometer¬ 
stände. Auch hier habe ich zunächst eine Reihe ver¬ 
schiedener Fälle, die jedoch untereinander große Aelm- 
lichkeit haben und sich nur durch die Zahl der Längen¬ 
einheiten der Manometersäule unterscheiden. Trage ich 
in einer Tabelle zu jedem Thermometerstand den Manq- 
meterstand ein, so folge ich eigentlich nur dem Schema 
bei obiger chemischer Aufstellung. Allein ich habe schon 
den \ orteil, daß die Thermometer- und Manometerstände 
je eine Reihe bilden, deren Glieder ich durch Anwendung 
des Zahlensystems ohne neue Erfindung in beliebig feiner 
Weise unterscheiden kann. Ein weiterer Blick lehrt mich, 
daß die einzelnen in der Tabelle dargestellten Fälle unter¬ 
einander die große Aehnlichkeit zeigen, daß jeder Mano¬ 
meterstand aus dem Thermometerstand durch eine ein- 
1) W. L. 121. 
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