Bauhaus-Universität Weimar

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Die Maschinentechnik. 
zu einer völligen Umgestaltung eines Tlieiles 
der Industrie“. Schon liegen vielversprechende prak¬ 
tische Erfolge vor. 
Innerhalb des Verlaufs dieser Umgestaltung ist die 
Arbeiterbewegung ein Moment, d. h. ein treibendes, und 
wenn es seine Dienste gethan, wieder verschwindendes 
Fortschrittsmittel. Wir erhalten damit die Ueberzeueunff, 
„dass nicht im Princip der Maschine selbst ihre 
zu Tage getretene Feindseligkeit gegen das Menschenwolxl 
enthalten ist“. Die aufs Höchste gespannte Centralisirung 
der Arbeit war vorübergehend nothwendig zum Zustande¬ 
bringen zahlreicher und billiger Arbeitsmaschinen für den 
Kleinmeister und wird von selbst allmälig auf das gesunde 
Maass zurückgehen; denn die wahre Decentralisation ist 
nicht Zerstörung des Centrums, sondern Herstellung der 
Gleichgewichtsbeziehung zwischen Centrum und Peripherie, 
zwischen der cyclopischen Grossmaschine und den zer¬ 
streuten kleinen Arbeitsmaschinen. Beider Existenz wird 
in Zukunft gegenseitig verbürgt sein, insofern jene eben so 
unentbehrlich ist für den unberechenbar wachsenden Be¬ 
darf an Kraftmaschinen, wie die Herstellung dieser unent¬ 
behrlich ist für den Betrieb jener. Aus der Absorbirung 
der Hausindustrie und der Häuslichkeit durch die Gross¬ 
industrie entsprang die Gefahr. In der Neubelebung der 
Kleinmeistergewerbe durch machinale Befruchtung wird die 
Ausgleichung erfolgen und damit der grosse Fortschritt 
auf eine höhere Stufe der Gesittung gethan sein. 
Die Aufgabe der Dampfmaschine für den Transport 
in der Bergwerksindustrie wie auf Eisen- und Wasser¬ 
strassen wird einer wesentlichen Veränderung nicht aus- 
gesetzt sein, da die Maschinenkraft in diesen Fällen eine 
Theilung nicht verträgt, wo sie nur in ihrer Ganzheit und
        

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