Bauhaus-Universität Weimar

Apparate und Instrumente. 
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kräften — Auge und Lichtschwingung, Ohr und Schall¬ 
schwingung, Lunge und Atmosphäre, Verdauungsorgan und 
Nahrung, Nerven und Elektricität u. s. w. — wiederholt 
sich die gesammte Gliederbewegung und Organfunction, 
wie sie am Stofflichen zum sinnlichen Ausdruck kommt, 
in einer der leiblichen Organisation entsprechenden un¬ 
endlichen Mannigfaltigkeit von zahllosen Werken der 
Technik. 
Aber nicht allein in dieser stofflichen Welt, sondern 
auch da, wohin der Schluss unserer Betrachtung drängt, 
in der Welt des Geistes, die uns, mit C. G. Cams zu reden, 
einen „mit dem palpablen Gliederbau in Substanzein¬ 
heit sich daiiebenden spirituellen Organismus zum Be¬ 
wusstsein bringt“, breitet sich ein Analogon aus, dessen 
logische Momente, zwar nicht so sinnenfasslich wie 
die Movimente der harten Materie, aber um so durch¬ 
sichtiger und bleibender in stets höheren Graden der 
Energie des Selbstbewusstseins teleologisch zur Erschei¬ 
nung kommt. 
Demgemäss hat alles Spielen der Phantasie mit be¬ 
liebigen durch „gleichwie“, „gleichsam“, „gewissermaassen“ 
eingeführten Vergleichen der Thatsache der Organprojec- 
tion Platz zu machen. Denn sie ist es, auf deren Grund 
die Lehre von den Tonempfindungen den Faden entdeckt 
hat, an dessen Führung die weitere Forschung im „La¬ 
byrinth“ des Gehörsinnes vor Verirrung geschützt ist. 
W. Wundt hat in dem Abschnitte über den Gehör¬ 
apparat arigemerkt, dass nach Hensen nicht das Organ 
der Cortisehen Stäbchen oder Bogen, sondern die Grund¬ 
membran je nach der verschiedenen Breite ihrer Abschnitte 
auf verschiedene Töne abgestimmt ist. Dieser Hypothese 
hat sich Helmholtz in der dritten Auflage seines Werkes
        

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