Bauhaus-Universität Weimar

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Apparate und Instrumente. 
bei, ohne zu bedenken, dass es sieb bier vielmehr um 
unveräusserlicbe Gleichheit handelt, insofern die eine Seite 
der Vergleichung das Nachbild der anderen ist, und dass 
jede andere Möglichkeit des Zustandekommens geradezu 
ausgeschlossen war. Das Bildliche in gewöhnlicher Auf¬ 
fassung geht unter in der realen Ab- und Nachbildung. 
Das Ruder ist eben die reine Nachformung des gestreck¬ 
ten Armes und der Handfläche. Der Neigung, mit einem 
„Gleichsam“ oder „Gleichwie“ an der Sache selbst vorbei¬ 
zugehen, muss ein- für allemal ein Ende gemacht werden. 
Also nicht eine beliebige Wahl in allen möglichen bild¬ 
lichen Erklärungsähnlichkeiten, sondern die nothwendige 
Aufnahme der nur einmal vorhandenen alleinigen Aehnlich- 
keit oder vielmehr Wesensgleichheit ist hier durchschla¬ 
gend. Wo denn in aller Welt gäbe es neben der inneren 
Beziehung, wie sie obwaltet z. B. zwischen dem Maschinen¬ 
hebel und dem organischen aus Knochen und Muskeln 
bestehenden Hebelapparat, zwischen der Linse und dem 
Krystallkörper im Auge, zwischen dem Daguerreotyp und 
dem Augapfel, zwischen dem Pendel und dem schwingen¬ 
den Arm, zwischen der Schraube und der drehenden Hand¬ 
bewegung, zwischen dem Saiteninstrument und dem Corti- 
schen Organ — wo in aller Welt gäbe es eine zweite 
gleiche Uebereinstimmung einer mechanischen Vorrichtung 
mit einem anderen, nicht im leiblichen Organismus vor¬ 
handenen Vorbilde? Bei weitem nicht alles hierher Ge¬ 
hörige fällt unter so augenscheinliche Deutlichkeit und Man¬ 
ches davon wird erst im Laufe der Zeit offenbar werden. Zwi¬ 
schen Pythagoras und Helmholtz, zwischen dem Monochord 
und dem „Clavier im Ohre“, hegen Jahrtausende. Inner¬ 
halb der allgemeinen Abstimmung des Leibes gegenüber 
den kosmischen Bedingungen seiner Existenz, den Natur-
        

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