Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Handbuch der physiologischen Optik
Person:
Helmholtz, Hermann von
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit39509/533/
DREHUNGSGESETZ MITTELS DES BLINDEN FLECKS GEPRÜFT. 
521 
§. 27. 
weissen Fleck auf dunklem Grande gebrauchte, der der Projection des blinden Flecks an 
Grösse und Gestalt genau entspräche, würde sich vielleicht eine grössere Genauigkeit dieser 
Methode erreichen lassen. 
Meissner 1 hat den Kopf festgestellt und das Gesichtszeichen, auf welchem sich der 
dunkle Fleck befand, bewegt. Der Kopf wurde zu dem Ende passend so festgestellt, dass 
sich das Auge in dem Mittelpunkte eines verticalen halben Gradbogens von 10 Zoll Radius 
befand, der um seine verticale Axe um einen zu messenden Winkel gedreht werden konnte 
(Fick’s Longitudo, Meissner’s Latitudo). An dem Gradbogen verschieblich, um einen Winkel, 
der abgelesen werden konnte (Fick’s Latitudo, Meissner’s Longitudo), befand sich ein Schieber, 
der an seiner dem Centrum zugekehrten Seite, um eine eben dahin gerichtete Axe drehbar, die 
Scheibe , mit dem dunklen Flecke trug. Meissner’s Resultate sind in der hier folgenden Tabelle 
zusammengestellt; und zwar ist der unmittelbar abgelesene Winkel, der dem k' der Gleichung 4e) 
entspricht, angegeben. 
Nasenwärts 
Schläfenwärts 
+30 
+20 
+10 
0 
— 10 
—20 
—30 
— 30 
— 3 
0 
+ 2 
0 
+ 3 
+ 6 
+10 
— 15 
+ 0,5 
+ 1,5 
+ 2,5 
0 
+ 1,5 
+ 3 
+ 5 
0 
+ 7' 
+ 5 
+ 4 
0 
0 
0 
0 
+ 15 
+12,5 
+ 8,5 
+ 5 
0 
— 1,5 
— 2,5 
— 5 
-+- 30 
+19 
+13 
+ 7 
0 
— 3 
— 6 
— 9,5 
+ 35 
+20,5 
+14 
+ 7,5 
0 
— 3 
— 7 
—10 
+ 40 
+20,5 
+14 
+ 7 
0 
— 3 
— 7,5 
—11 
—H 45 
+21 
+1 4,5 
+ 7 
0 
— 3 
— 8 
__4 2 
+ 50 
+21,5 
+14,5 
+ 7 
0 . 
- 3 
— 8,5 
—13 
Der ziemlich unregelmässige Gang der Werthe macht es wahrscheinlich, dass Convergenz- 
änderungen, die bei einäugiger Fixirung eines sehr nahen Objects schwer zu vermeiden sind, 
Einfluss gehabt haben. Meissner selbst betrachtet seine Versuche als annähernd überein¬ 
stimmend mit dem Gesetze von Listing, glaubt aber, dass für die nasenwärts gerichteten 
Stellungen eine andere Primärlage zu nehmen sei, die unter 45° gegen die Horizontale nach 
unten gerichtet ist, für die nach aussen gewendeten Stellungen dagegen lieg£ die Primärlage 
in der Horizontalebene selbst. Um diess Verhältniss heraustreten zu lassen, hat er die Ver¬ 
suche noch einer Umrechnung unterworfen. 
Von Fick’s Versuchen habe ich die Mittelwerthe in der folgenden Tabelle zusammen¬ 
gestellt. 
Longitudo 
— 29 
— 26 
— 21 
— 14 
— 13 
— 10 
0 
-+- 10 
+ 13 
-+- 14 
+ 21 
-+- 26 
+ 29 
+ 38 
Latitudo 
— 33 
— 30 
— 28 
— 14 
— 11 
— 6 
0 
+ 1 
+ 4 
+ 18 
—4°,7 
+3»,5 
+1,5 
_ 9 0 
+2°,5 
+ 2° 
+5°,7 
+ 2,5 
—4°,7 
+ 1,7 
0 
+0°,1 
—1°,8 
+ 7,5 
+3°, 4 
+2°,9 
—0,°3 
—3°,3 
45 
+0°,1 
1 Zeitschrift für rationelle Medicin. Reihe 3, Bd. Vlll.
        

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