Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Wissenschaftliche Kinematographie. Einschliesslich der Reihenphotographie
Person:
Liesegang, F. Paul Karl Kieser Oswald Polimanti
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit39508/280/
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Anwendung in der Phonetik. 
ten Hess. Allerdings bot die Durchführung dieses Verfahrens 
der Autokatoptrie wiederum Schwierigkeiten ; denn der Spiegel 
musste in der optischen Achse des Objektivs liegen, wenn er 
der Vp. genau das auf den Film fallende Bild zeigen sollte. 
Bei jeder Abweichung in der Lage des Spiegels (neben, über oder 
unter dem Objektiv) nahm die Vp. eine für die Aufnahme falsche 
Haltung ein. Eine vor dem Objektiv angebrachte, als Spiegel 
wirkende Planglasscheibe erwies sich als unbrauchbar, da sie 
Verzerrungen hervorrief. Schliesslich ergab sich eine äusserst 
einfache, befriedigende Lösung: die Vorderlinse des Objekti¬ 
ves selbst, eines Zeiss-Tessar 210 mm, zeigte der Vp. ein etwas 
verkleinertes, durchaus brauchbares Spiegelbild. Bei einer ge¬ 
wöhnlichen Stereokamera, deren Objektive keine tauglich gele¬ 
genen Spiegelbilder lieferten, wurde auf dem Objektivbrett ein 
Planglasspiegel befestigt, der* zwei Löcher für die Objektive be- 
sass. Abb. 139 zeigt die für kinematographische Aufnahmen 
dienende Anordnung. Die Beleuchtung des Objektes wird besorgt 
durch eine mit 12 oder 20 Amp. betriebene Bogenlampe A in 
Verbindung mit einem Linsensystem B, D und einem den Strahlen¬ 
gang abknickenden Spiegel E (60x105 mm), der an einem ver- 
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Abb. 139. Autokatoptrische Anordnung zur Kehlkopf-Kinemato¬ 
graphie von Panconcelli-Calzia. 
A = Bogenlampe ; B = Doppelkondensor, den glühenden Krater auf 
D abbildend; C = Wassergefäss; D = Sammellinse, die Vorderfläche des Kondensors 
auf das Objekt abbildend ; E = Spiegel ; F = Kehlkopfspiegel, G = Objektiv (Zeiß 
Tessar 1 :4,5, Brennw. 210 mm), in dessen spiegelnder Vorderlinse die Versuchs¬ 
person sich selbst beobachtet ; H = Kammerteil mit Kreuzschlitten und Balgen ; 
J = Aufnahmekamera, K = Trieb zum Einstellen ; L = ßeobachtungsrohr. 
stellbaren Stativ sitzend das Licht in die Mundhöhle wirft. P.- 
Calzia benutzte einen blossen Doppelkondensor B und ließ die 
Strahlen sich auf dem Spiegel E kreuzen, sodass ein schwach 
divergentes Bündel das Objekt beleuchtete. Als wesentlich lei¬ 
stungsfähiger erwies sich eine Anordnung, die J. Hegen er 
zur intermittierenden Kehlkopfbeleuchtung angab (Ztschr. Vox 
2\y 1, 1914). Hier entwirft der Doppelkondensor B ein Kraterbild 
auf die Sammellinse D und diese bildet wiederum die Vorder¬ 
fläche des Kondensors auf das zu beleuchtende Objekt ab. [Bei
        

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