Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Wissenschaftliche Kinematographie. Einschliesslich der Reihenphotographie
Person:
Liesegang, F. Paul Karl Kieser Oswald Polimanti
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit39508/237/
Das Kopieren. 
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einer davor geschalteten Irisblende, die alle Abstufungen der 
Beleuchtung ohne Aenderung der spektralen Zusammensetzung 
des Lichtes gestattet. In diesem Falle ist die Spannung des 
Stromes an der Lampe konstant zu halten durch einen kleinen 
Regulierwiderstand in Verbindung mit einem Voltmeter. Man 
vereinigt am besten Einschalter, Voltmeter und Regulierwider¬ 
stände des Motors und der Lampe auf einem gemeinsamen 
Schaltbrett, das man senkrecht neben dem Kopierapparat an¬ 
bringt, so dass es dem Kopierenden bequem zur Hand ist. 
Was die notwendige Leuchtkraft der Lampe anbetrifft, so kann 
man unter Berücksichtigung der Lichtempfindlichkeit der meisten 
Positivfilme sagen, dass eine Lampe von 32 Kerzenstärken in 
einer Entfernung von 10 cm vom Negativ auch schon bei sehr 
dichten Negativen und dem obengenannten Bildwechsel von 150 
in der Minute ausreicht. Für kleinere Einrichtungen sehr bequem 
ist die Anwendung der modernen Niedervolt-Starkstromlampen 
(Azo-Lampen), die von wenigen Akkumulatorenzellen gespeist 
ein sehr helles und sehr konstantes Licht liefern. 
Es ist zu Eingang des Abschnittes gesagt worden, dass man 
den Projektor ebenfalls als Kopierapparat verwenden kann; das 
ist bei den meisten Bauarten in der Tat auch bequem der Fall, 
wenn man sich auch bewusst sein muss, dass spezielle Kopier¬ 
apparate ein vollkommeneres und bequemeres Arbeiten gestatten. 
Man bringt zwischen Projektionsobjektiv und Bildfenster des 
Projektors einen an das Bildfenster lichtdicht anschliessenden, 
gegen die Objektivseite geschlossenen Tubus, z. B. aus Pappe, 
an. Im Innern des nicht zu engen Tubus befindet sich die Be- 
leuchtungslampe, deren Lichtstärke man wie oben geschildert 
mittels eines Widerstandes nach Bedarf verändert. Wo der Film- 
rollenträger des Projektors die Einsetzung einer zweiten Rolle 
leicht gestattet, die dazu dient, den lichtempfindlichen Posi¬ 
tiv-Film aufzunehmen, ist die Sache sehr einfach; sonst muss 
man einen Träger dafür improvisieren. Das Neg'ativ rollt man 
automatisch wieder auf, das Positiv lässt man in einen Korb 
oder in eine hohe Kiste aus glattem, poliertem Holz einlaufen. 
Auch Malteserkreuzprojektoren liefern .recht gute Ergebnisse, 
dagegen muss ein Schlägerapparat schon besonders gut ausge¬ 
führt sein, wenn die Kopie immer scharf und später bei der Pro¬ 
jektion ruhig* stehend sein soll. Wenn möglich richte man es ein, 
dass die Verschlußscheibe den Wechselvorgang verdunkelt. — 
Bei dieser vereinfachten Methode des Kopierens kann ein ge¬ 
wisser Mangel an Bildschärfe, den man manchmal beobachtet, 
daher rühren, dass die Pressung des Bildes an das Bildfenster 
eine ungleichmässige ist. Bei den richtigen Kopierapparaten be¬ 
findet sich meist ein richtiges Fenster, eine klare Glasplatte, 
eingesetzt, gegen welche der Film und das Negativ durch Feder-
        

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