Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Wissenschaftliche Kinematographie. Einschliesslich der Reihenphotographie
Person:
Liesegang, F. Paul Karl Kieser Oswald Polimanti
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit39508/223/
Der Positivflm. 
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der Positivemulsion steil an und das gerade Stück der Kurve ist 
sehr lang und setzt sich bis in hohe Dichten (über die Dichte 3 
hinaus) fort. Die Positivfilmemulsion gestattet das Arbeiten bei 
gelbem Dunkelkammerlicht nicht, doch darf das, am besten prak¬ 
tisch als brauchbar ausprobierte Licht, doch schon sehr hellrot 
sein. 
Für die Prüfung des Positivfilm gilt im Wesentlichen das 
beim Negativfilm Gesagte mit einigen Erweiterungen. Photo¬ 
graphisch beziehen sich diese auf die Prüfung der Anfärbbarkeit 
mit den üblichen Filmfarbstoffen und auf die Erzielung schöner 
Töne mit der Eisenblau- und mit der Kupfertonung. Heber die 
Prüfung der Genauigkeit der Perforation und ihrer Anpassung 
an die Schrumpfung des Negativfilm, sei auf das in dem Abschnitt 
Perforierung Gesagte verwiesen. Die mechanische Haltbarkeit 
erweist völlig genau eigentlich erst der praktische Gebrauch. 
In der Praxis wendet man häufig das Einreissen einer Kante 
und den gefühlsmässig ermittelten Widerstand gegen dieses und 
das Weiterreisen an. Oder man falzt den Film der Quere nach 
durch, biegt die Falzung auf und falzt an derselben Steile nach * 
der entgegengesetzten Seite und wiederholt beides bis zum Bruche 
der Falzstelle. Elastische, gut feste Filme halten mehrfaches Fal¬ 
zen aus; spröde, aus schlechtem Material brechen oft schon nach 
der ersten Falzung. Für eingehendere Untersuchung bedient man 
sich des Schopperschen Falzers, wie er zur Falzfestigkeit von 
Papieren ursprünglich konstruiert wurde; ausserdem untersucht 
man mit dem Schopperschen Festigkeitsprüfer die Reissfestigkeit 
und die Reissdehnung. Abb. 126 zeigt die Festigkeitskurve eines 
guten Positivfilm. 
Abb. 126.
        

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