Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Wissenschaftliche Kinematographie. Einschliesslich der Reihenphotographie
Person:
Liesegang, F. Paul Karl Kieser Oswald Polimanti
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit39508/144/
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Die Funkenkinematographie. 
Ein neueres, von Cranz und Glatzel 
ausgearbeitetes Verfahren erreicht eine 
nahezu vollständige Unabhängigkeit von der 
Einstellung auf Resonanz und eine ganz 
erheblich weitere Variation der Bildfre¬ 
quenz, nämlich von etwa 200 bis 100 000 
pro Sekunde, ohne dass dies die Oberhaupt 
erreichbaren Grenzen darstellen. Ein Ziel 
setzt hier eigentlich der Filfn, der eine Be¬ 
wegung über eine gewisse Geschwindig¬ 
keit hinaus nicht verträgt. 
Zur Funkenerzeugung werden Hochfre¬ 
quenzschwingungen verwandt, die in be¬ 
kannter Weise mittels Löschfunkenstrecke 
und Schwingungskreis im Anschluss an ein 
Gleichstromnetz hergestellt werden. Abb. 
100 zeigt die benutzte Schaltung. C1 ist 
ein Glimmerkondensator, dessen Grösse von 
25 000 bis auf 600 000 cm geändert wer¬ 
den kann. Die Selbstinduktion ist sehr 
klein gewählt, um einen möglichst reinen 
aperiodischen Stoss im Primärkreise zu er¬ 
zielen. Als Löschfunkenstrecke wird eine 
Schellersche Spiritusfunkenstrecke benutzt. 
Mit dem Primärkreise ist der Sekundär¬ 
kreis, bestehend aus der Selbstinduktion 
L2 und der kleinen Kapazität C2 (1800 cm), 
gekoppelt. Um eine möglichs tenge Koppe¬ 
lung zu erzielen, werden sowohl primär wie 
sekundär Flachspulen verwendet, die di¬ 
rekt aufeinander gelegt sind. Parallel zu 
der Kapazität C2 ist die Funkenstrecke F 
geschaltet, die zur Beleuchtung dient und 
nahe an einem Hohlspiegel von kurzer 
Abb. 97. Durchschießung Brennweite angeordnet ist. Die optische An- 
emes Knochens. Ordnung ist im unteren Teile von Abb. 100 
dargestellt. Dieser Hohlspiegel entwirft ein Bild der Funken¬ 
strecke auf dem Aufnahme-Objektiv O, das seinerseits den an 
der Stelle P sich abspielenden Vorgang auf einem rotierenden 
Film abbildet. Dieser Film ist auf eine Trommel aufgelegt, die 
einen Umfang von 89 cm hat und mit maximal 9000 Umdrehungen 
pro Sekunde betrieben werden kann. Die Messung der Touren¬ 
zahl geschieht mit einem dauernd angeschlossenen Tachometer. 
Mit dieser Einrichtung wurden Schussaufnahmen bei ver¬ 
schiedenen Funkenzahlen in der Sekunde hergestellt. Der Bericht 
darüber (in den Verhandlungen der Deutschen Physikalischen
        

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