Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Wissenschaftliche Kinematographie. Einschliesslich der Reihenphotographie
Person:
Liesegang, F. Paul Karl Kieser Oswald Polimanti
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit39508/135/
Kinematographen mit optischem Ausgleich. 
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welcher der Ausgleich nicht auf optischem Wege erfolgt. Es 
ist der in Abb. 91 dargestellte Apparat der Engländer W. Donis- 
thorpe und W. C. Crofts (D. R. P. Nr. 58166, 1890). Der Film 
bewegt sich darin mit gleichmässiger Geschwindigkeit von der 
oberen Spule zur unteren. Gleichzeitig wird das Werk, welches 
den Film transportiert, samt diesem auf- und niederbewegt. 
Denken wir uns nun, dass die Aufwärtsbewegung des Werkes 
mit genau derselben Geschwindigkeit erfolgt, mit welcher der 
Film nach unten läuft, so müssen sich diese beiden Bewegungen 
neutralisieren und der Film wird sich während dieser Zeit an 
der Belichtungsstelle hinter dem feststehenden Objektiv relativ 
in Ruhe befinden. Im nächsten Zeitraum bewegen sich dann so¬ 
wohl das Werk als auch der Film nach unten; dabei tritt eine 
beschleunigte Verschiebung des Filmbandes hinter dem Objek¬ 
tiv ein, die so abgemessen sein muss, dass sie genau einer Bild¬ 
höhe entspricht. Für die praktische Ausführung ist diese Kon¬ 
struktion offenbar nicht zu brau¬ 
chen, da die hin- und herschwin¬ 
gende Masse des Werkes eine 
zu grosse ist. — 
Zu einem durchgreifen¬ 
den, praktischen Erfolg hat es 
der Kinematograph mit opti¬ 
schem Ausgleich des Bildbandes 
bisher noch nicht gebracht. Die 
zu überwindenden Schwierigkei¬ 
ten sind sehr gross, und anderer¬ 
seits bedingt die ganze Ausfüh¬ 
rung mit ihrer hohen Präzisi¬ 
on einen recht teuren Preis 
Aber die Vorteile, die das Prin¬ 
zip bietet, wenn wir die Anord¬ 
nungen mit rotierendem opti¬ 
schem Organ ins Auge fassen, 
sind so gross, dass eine ein¬ 
gehende .Bearbeitung des Pro¬ 
blèmes sich lohnt. Erfreulicher¬ 
weise ist man an vielen Stellen 
daran gegangen. So steht wohl 
zu hoffen, dass mit der Zeit 
dieser wertvolle Typus seinen 
Weg in die Praxis findet. 
Abb. 91. Apparat mit pendelndem Werk 
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