Bauhaus-Universität Weimar

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W. Moede. 
Ergebnisse der industriellen Psychotechnik. 
Yon 
W. Moede. 
Mit 6 Abbildungen im Text. 
Einleitend wird der Entwicklungsgang der technischen und kauf¬ 
männischen Organisation unter psychotechnischen Gesichtspunkten be¬ 
sprochen. Die Entwicklung lehrt, daß die Eignungsprüfung der 
Schlußstein der Betriebswissenschaft ist und daß psychotechnische 
Arbeitsverfahren neben technischen und kaufmännischen Organi¬ 
sationsmaßnahmen nicht entbehrt werden können. 
Die psychotechnische Prüfung ist wissenschaftlich zu begründen. 
Ausgehend von der Berufskunde sollen in engster Anlehnung an 
die Bedingungen der beruflichen Praxis die Prüfverfahren entworfen 
werden. Sie sind nach den verschiedensten Gesichtspunkten zu eichen 
und kritisch zu begründen. Die Untersuchung selbst muß planmäßig 
ausgeführt werden und in ihr sind bestimmte Bichtlinien zu befolgen. 
Der Erfolg und die Bewährung der psychotechnischen Prüfverfahren 
ist durch Erfolgskontrollen sicher zu stellen, die entweder Stufen¬ 
oder Entwicklungskontrollen sind. 
I. Die Berufskunde ist weniger durch Fragebogen als viel¬ 
mehr durch wissenschaftliche psychotechnische Arbeitsstudien zu be¬ 
arbeiten. Formal ist Zeit, Kraftverbrauch und Baumwert der be¬ 
rufswichtigen Leistungen, soweit sie körperliche Arbeit betreffen, zu 
studieren, material sind durch Funktionsanalyse alle berufswichtigen 
einfachen und zusammengesetzten Fähigkeiten zu erfassen. Durch 
Übungsstudien, durch Berücksichtigung der Erfassungsmöglichkeit und 
Beständigkeit der zu prüfenden Funktion, durch Betrachtung der 
Stellvertretung u. a, m. sind weitere Grundlagen für die Auswahl der 
in der eigentlichen Prüfung zu berücksichtigenden Fähigkeiten zu 
erhalten. 
II. Entwurf der Prüfverfahren. Bei der Prüfverfahren 
kann zu Grunde gelegt werden: 
1. die Wirklichkeit, indem man sie eichfähig macht, 
r 2. ein Schema der Wirklichkeit, in dem alle wesentlichen 
für die Berufsausübung in Frage kommenden Funktionen 
beansprucht werden, 
3. rein abstrakte Methoden, die eine beinahe reine Funktions¬ 
probe darstellen.
        

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