Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die kymocyclographische Methode der Bewegungsuntersuchung
Person:
Bernstein, Nicolai
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit39454/15/
Die kymocyclograpkische Methode der B e wegungsu n t er s u clin n g 643 
Ein ganz verschiedenes Zittern ist in der nächsten Abbildung 
dargestellt. Der Patient leidet seit seinen Kinderjahren an 
einer durchaus komplizierten Form 
der Little sehen Krankheit, die von 
Kontrakturen beider Beine und des 
linken Armes begleitet wird. Die Auf¬ 
nahme schildert einen starken Inten¬ 
tionstremor der rechten Hand, oben 
bei erschlafften Muskeln, unten bei 
aktiv gebeugtem Ellbogen. Die Be¬ 
wegung ist durchaus unregelmäßig 
und aperiodisch. 
Fig. 319 stellt den Versuch der 
kymocy clographischen Registration 
einer Bewegungsstörung dar, die unter 
dem Kamen der Adiadochokinese be¬ 
kannt ist. Die Kranke G., 15 Jahre 
alt, leidet an hereditärer Großhirn¬ 
syphilis mit epileptiformen Anfällen. 
Die Patientin sitzt, das Gesicht dem 
Apparat zugekehrt, mit horizontal vor¬ 
gestreckten Armen. Sie hält in beiden 
Händen leichte Stäbchen, 8, 8, an 
deren oberen Enden je ein Lämpchen 
angebracht ist. Der Patientin ist vor¬ 
geschlagen worden, rhythmische Pro- 
supinationsbewegungen auszuführen. 
Die Adiadochokinese ist im gegebenen 
Falle für die direkte Gesichtswahr¬ 
nehmung nicht deutlich ausgedrückt, 
tritt jedoch in der Aufnahme voll¬ 
kommen klar hervor. 
Das zweite Beispiel stellt eine 
Aufzeichnung des dauernden und lang¬ 
samen Lagewechsels dar und ist der 
Arbeit, die nach meinen Anordnungen Fig. 317. Enceplialitischer Tremor 
von Dr. L. Talpis1) in dem von mir 
geleiteten Laboratorium ausgeführt 
der reckten Hand. 
Negativ Nr. 828 Z. Obturator 
Nr. 74 Z („- - -”). t = 55 a. 
worden, entnommen. Für die Lehre ,F=Mittelfinger der reckten Hand; 
der tonischen Bewegungsprozesse und K = Kontrollämpchen. 
der Fixation ist das Studium der dauernden Lagewechsel von 
großer Bedeutung. Als gutes Beispiel kann hier die von Barany, 
x) L. Talpis: Zur Methode der graphischen Registration usw. (Erscheint 
im Arch. f. Ohren-, Nasen- u. Kehlkopfklk.)
        

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